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Zoll: Über 4.600 Drogenpakete in vier Monaten – meist für Jugendliche

Besonders gefährlich seien synthetische Cannabinoide, warnt der Zoll. Die Steuerbehörde berichtet von Minderjährigen, die mit den Daten ihrer Eltern online wetten.

Symbolbild: Gebäude der bulgarischen Zollagentur in Sofia

Symbolbild · Foto: zonemars / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Bulgariens Zollagentur hat in den vergangenen vier Monaten mehr als 4.600 Sendungen mit Drogen entdeckt, die überwiegend für Jugendliche bestimmt waren. Das wurde zum Auftakt der gemeinsamen Kampagne „Ihr seid nicht allein“ von Zoll und Steuerbehörde NAP an der Nationalen Finanz- und Wirtschaftsschule in Sofia bekannt. Es war die erste Veranstaltung der Kampagne im neuen Schuljahr.

Vize-Zollchef Stefan Bakalow warnte besonders vor synthetischen Cannabinoiden, die „äußerst stark“ seien und „schwere Psychosen auslösen“ könnten. Auf dem Markt gebe es Tausende Substanzen, das Angebot sei so groß, dass es sich nicht stoppen lasse; das Hauptziel sei daher, „die Nachfrage zu bekämpfen“. Der Wegfall der Grenzkontrollen seit dem Schengen-Beitritt erschwere die Arbeit des Zolls, dennoch würden große Sendungen mit gefährlichen Stoffen unklarer Zusammensetzung abgefangen.

Die Kampagne greift auch das Glücksspiel auf: Es ist unter 18 Jahren verboten, doch laut NAP finden viele Kinder Wege, trotzdem zu wetten – oft mit den Daten ihrer Eltern, ohne dass diese davon wissen. NAP-Kommunikationsdirektorin Anna Mitowa nannte Spielsucht eine der häufigen Ursachen für Suizide. Seit Jahresbeginn wurden mehr als 2.000 illegale Wettseiten gesperrt, insgesamt sind es bereits über 8.500.

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