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Grippeimpfstoff knapp: Influvac nicht in Apotheken – Bulgaren impfen sich in Griechenland

Ein Hersteller erhält weniger Dosen als geplant, alles geht in staatliche Programme. Hausärzte sollen Impfstoff erst Ende Oktober bekommen.

Symbolbild: Spritzen mit Grippeimpfstoff

Symbolbild · Foto: U.S. Air Force photo by Senior Airman Zachary Jakel / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Der Grippeimpfstoff Influvac wird in der Saison 2026/2027 nicht in bulgarischen Apotheken erhältlich sein. Der Zulassungsinhaber erhalte „geringere Mengen als ursprünglich geplant“, die gesamte Menge gehe in die nationalen Impfprogramme, teilte der Bulgarische Pharmazeutische Verband mit. Das Gesundheitsministerium bestätigte ein entsprechendes Schreiben des Herstellers und erklärte, die Belieferung der Apotheken sei eine kommerzielle Angelegenheit zwischen Apotheken, Großhändlern und Zulassungsinhabern.

Zugleich verzögert sich die Lieferung an die Hausärzte: Im vergangenen Jahr lag der Impfstoff bis zum 10. Oktober vor, nun soll er laut Ministerium erst Ende Oktober eintreffen. Geplant sind 450.000 Dosen für Menschen ab 65 Jahren und rund 50.000 für Kinder von sechs Monaten bis zwei Jahren sowie von acht bis 18 Jahren. Das Kinderprogramm ist vollständig gedeckt, das für Erwachsene zu 92 Prozent der vertraglich vereinbarten Menge. Das Ministerium macht Hersteller verantwortlich, die die Chargen gestaffelt an die EU-Staaten ausliefern.

Laut BNT fahren Patienten etwa aus Blagoewgrad nach Griechenland, wo Impfstoff bereits in Apotheken verkauft wird. Ein Zulassungsinhaber erwartet Mitte November rund 70.000 Dosen für die Apotheken – im Vorjahr waren 180.000 Dosen schnell ausverkauft. Hausärztin Dr. Gergana Nikolowa hält Reisen ins Ausland für unnötig: Der Schutz baue sich in etwa zwei Wochen auf, Oktober und November seien gleichermaßen geeignet.

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