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Schwarzes Meer: Fischer melden halbierte Fänge und fordern Staatshilfe

Große Fangschiffe bleiben aus Angst vor Minen und Drohnen im Hafen. Die Branche spricht von höherer Gewalt und rechnet mit steigenden Fischpreisen.

Symbolbild: Boote im Kanal zwischen Warnaer See und Schwarzem Meer (2016)

Symbolbild · Foto: Diego Delso / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Spannungen im Schwarzen Meer treffen Bulgariens Fischerei hart. Die größten Fischereiunternehmen mit eigener Verarbeitung meldeten bis zum 14. Oktober nur halb so große Fänge wie im Vorjahr, sagte Jordan Gospodinow, Geschäftsführer des Verbands BG Fish und Vorsitzender des Schwarzmeer-Beirats, am Donnerstag in Warna. Große Schiffe liefen nur ungern aus, manche Besatzungen weigerten sich ganz, andere fischten nur noch in Küstennähe.

Die größte Sorge gelte Minen oder mit Sprengstoff beladenen Drohnen, die ins Wasser geraten sein könnten, nicht gezielten Angriffen, so Gospodinow. Bislang war kein bulgarisches Fischerboot in einen Zwischenfall verwickelt, Besatzungen hätten aber verdächtige Objekte gemeldet. Verarbeiter rechnen wegen des geringeren Angebots mit höheren Marktpreisen; auch in Rumänien bleiben Boote im Hafen. Bulgariens Fangflotte umfasst 1.740 Schiffe, davon 100 große, die jenseits der Zwölf-Meilen-Zone fischen.

Die Branche sieht sich nach Gospodinows Worten mit höherer Gewalt konfrontiert und braucht staatliche De-minimis-Hilfen. Der Beirat bereitet einen Appell an die Regierungen in Sofia und Bukarest vor. Rund die Hälfte der Fischerei im Schwarzen Meer findet laut Gospodinow in der Grauzone statt; die härtesten Strafen sollen nicht gemeldeten und unregulierten Fang treffen. Sosopol, Nessebar, Warna und Baltschik hätten seiner Ansicht nach längst richtige Fischereihäfen gebraucht.

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