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Gutscheine statt Imbiss: Ministerium prüft Kliniken in Pasardschik und Russe

Blutspender haben Anspruch auf Verpflegung direkt nach der Spende, betont das Gesundheitsministerium. In Pasardschik gibt es ab Freitag wieder Essen vor Ort.

Symbolbild: Thrombozytenspende in einem Blutspendezentrum in Schweden

Symbolbild · Foto: R. Henrik Nilsson / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Nach einem Bericht des Staatsfernsehens BNT lässt Bulgariens Gesundheitsministerium prüfen, warum transfusionsmedizinische Abteilungen in Pasardschik und Russe Blutspendern Einkaufsgutscheine statt eines Imbisses geben. Ministerin Katja Iwkowa ordnete eine „Schnellprüfung“ an; sollten sich Verstöße bestätigen, würden Maßnahmen folgen. Laut Verordnung müssen die Einrichtungen Spendern eine stärkende Mahlzeit im Wert von 8 Lewa (rund 4 Euro) bereitstellen, der Staat zahlt dafür 4,09 Euro pro Spender.

Das Ministerium betont, der Anspruch auf Essen unmittelbar nach der Spende gehöre zum medizinischen Standard – Gutscheine erfüllten diese Pflicht nicht. Das Krankenhaus in Pasardschik begründete die Gutscheine mit Allergien und Diätvorgaben, hat die Ausschreibung aber gestoppt und gibt seit dem 16. Oktober wieder Essen vor Ort aus. Die Uniklinik „Medika“ in Russe will ab Montag umstellen; das Krankenhaus „Kanew“ in Russe, das ebenfalls Gutscheine ausgibt, antwortete BNT nicht.

Prof. Veselka Duleva, Leiterin der Abteilung Lebensmittel und Ernährung am Nationalen Zentrum für öffentliche Gesundheit, erklärte, Spender bräuchten vor Ort vor allem Flüssigkeit und schnelle Energie. Waffeln oder Salzstangen lieferten etwas Energie, glichen aber den Volumenverlust nicht aus; empfohlen werden Fruchtsaft, Wasser, Schokolade und Kaffee. Eine Vorschrift, woraus die Verpflegung genau bestehen soll, gibt es bislang nicht.

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