Ebola im Kongo: WHO alarmiert – viele Kranke sterben unentdeckt in ihren Dörfern
Mehr als 9000 bestätigte Fälle, 4381 Tote: Laut WHO war zuletzt rund ein Drittel der neuen Fälle ein Todesfall außerhalb von Kliniken – die Krankheit wurde nicht rechtzeitig erkannt.

Symbolbild · Foto: BernbaumJG / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo weitet sich weiter aus. Nach am Dienstag (13. Oktober) veröffentlichten Daten des Gesundheitsministeriums gibt es 9066 bestätigte Fälle und 4381 Tote – fast die Hälfte der Infizierten. Der jüngste Bericht verzeichnet 88 neue bestätigte Fälle. Betroffen sind 65 Gesundheitszonen in sieben Provinzen im Norden und Osten, darunter Ituri sowie Nord- und Süd-Kivu.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist besonders besorgt, dass viele Menschen außerhalb der Behandlungszentren sterben. Nach Angaben von Catherine Swallwood, die den WHO-Einsatz im Land leitet, war in den vergangenen Wochen rund ein Drittel der neuen Fälle ein Todesfall in den Gemeinden. Die Kranken wurden also nicht entdeckt, solange sie noch lebten. Die WHO richtet ihre Arbeit deshalb stärker auf abgelegene und schwer zugängliche Gesundheitszonen aus.
Ausgelöst wird der Ausbruch vom Bundibugyo-Virus, die Sterblichkeit liegt bei 48,3 Prozent. Für diesen Stamm gibt es weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezielle Therapie; klinische Studien laufen. Anfang Oktober bestätigte Kenia einen aus dem Kongo eingeschleppten Fall – der Patient starb am Tag der Bestätigung.
