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Albanien: Feuer im Bildungsministerium – Studentenproteste eskalieren

Dritter Tag der Krawalle in Tirana: Studenten werfen Steine, die Polizei setzt Tränengas und Wasserwerfer ein. 16 Menschen wurden festgenommen, sechs Polizisten verletzt.

Archivbild: Albaniens Ministerpräsident Edi Rama, 2024

Archivbild · Foto: Eriona Çami - European Commission / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Studentenproteste in Tirana sind in Gewalt umgeschlagen. Am Dienstag warfen Demonstranten Ziegel und Betonblöcke auf das Bildungsministerium, die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. In der Nacht drangen Protestierende nach Polizeiangaben in das Gebäude ein und legten dort Feuer. Am Mittwoch, dem dritten Protesttag, bewarfen erneut Hunderte Studenten das Ministerium mit Steinen und errichteten Barrikaden aus herausgerissenen Zäunen.

Nach Angaben der Polizei vom Mittwoch wurden 16 Menschen festgenommen, gegen 49 laufen Strafverfahren. Sechs Polizisten und mindestens ein Journalist wurden verletzt, Schaufenster gingen zu Bruch. Vizeregierungschefin Albana Koçiu schrieb auf Facebook: „Gewalt war keine Lösung, ist keine und wird niemals eine sein.“

Die Studenten fordern bessere Bedingungen an den Hochschulen, geringere Studienkosten, finanzielle Unterstützung und Jobperspektiven. Die Proteste gehören zur sogenannten „Flamingo-Revolution“: Seit vier Monaten wird in Tirana täglich demonstriert. Die Bewegung richtete sich zunächst gegen ein Luxus-Ferienprojekt in einem Schutzgebiet im Süden Albaniens, das mit Trumps Schwiegersohn Jared Kushner in Verbindung steht, und fordert wegen mutmaßlicher Korruption den Rücktritt von Ministerpräsident Edi Rama.

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