Junge Union vor Deutschlandtag in Bonn: Reddig sieht „tiefe Vertrauenskrise“
Vor dem Deutschlandtag der Jungen Union in Bonn fordert CDU-Politiker Pascal Reddig von der Union Mut und konkrete Antworten zu Steuern, Sozialsystemen und Haushalt.

Archivbild · Foto: Leonhard Lenz / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Pascal Reddig (CDU), Vorsitzender der Jungen Gruppe in der Unionsfraktion und stellvertretender Bundesvorsitzender der Jungen Union (JU), hat von der Union konkrete Antworten auf strukturelle Fragen verlangt. „Als Partei und als politische Mitte stecken wir in einer tiefen Vertrauenskrise“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Regierung brauche den Mut, notwendige Veränderungen anzugehen.
Reddig nennt drei Fragen: ob das Steuersystem Leistung und Fleiß belohnt, ob die Sozialsysteme auch künftig funktionieren und ob der Haushalt genug Spielraum für Investitionen lässt. „Wir machen Politik nicht für die nächste Wahl, sondern für die nächste Generation“, sagte der Abgeordnete. Als Verdienste der Union nannte er Westbindung, soziale Marktwirtschaft, Wiedervereinigung und Europa.
Der Deutschlandtag der JU findet vom 16. bis 18. Oktober im World Conference Center Bonn statt. Am Freitag spricht NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, am Samstag wird Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz erwartet, am Sonntag CSU-Chef Markus Söder. Beraten wird der Leitantrag „Lust auf Zukunft – Deutschland zum KI-Anwendungsweltmeister machen“. Das Treffen folgt auf eine Serie von Niederlagen der CDU bei Landtagswahlen.
