TSMC mit sechstem Rekordquartal in Folge – Gewinn steigt um fast 69 Prozent
Der weltgrößte Auftragsfertiger für Chips verdiente im dritten Quartal 763 Milliarden Taiwan-Dollar – mehr als erwartet. Treiber bleibt die Nachfrage nach KI-Chips.

Archivbild · Foto: 4300streetcar / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der taiwanische Chipfertiger TSMC hat am Donnerstag zum sechsten Mal in Folge einen Rekordgewinn gemeldet. Der Nettogewinn für Juli bis September lag bei 763,06 Milliarden Taiwan-Dollar (rund 23,59 Milliarden US-Dollar) und damit fast 69 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Analystenschätzung LSEG SmartEstimate lag bei 746,3 Milliarden Taiwan-Dollar. Der Umsatz stieg um knapp 51 Prozent auf 1,494 Billionen Taiwan-Dollar, in US-Dollar um 41,2 Prozent auf 46,72 Milliarden.
Auch die Margen sind außergewöhnlich hoch: Die Bruttomarge erreichte 66,4 Prozent, die operative Marge 58,7 Prozent und die Nettomarge 51,1 Prozent. Die modernsten Fertigungsverfahren tragen einen wachsenden Teil bei: Chips im 2-Nanometer-Verfahren stehen bereits für 8 Prozent des Wafer-Umsatzes, 3 Nanometer für 33 Prozent und 5 Nanometer für 28 Prozent. Verfahren von 7 Nanometern abwärts kommen zusammen auf 79 Prozent. Zu den Kunden von TSMC zählen Apple und Nvidia.
Wachstumstreiber bleibt die Nachfrage nach Chips für künstliche Intelligenz – ähnliche Signale hatte Anfang der Woche bereits der niederländische Lithografie-Spezialist ASML gesendet. Die Zahlen kommen allerdings in einer Phase von Kurskorrekturen bei Chip- und KI-Aktien. Für das vierte Quartal erwartet TSMC einen Umsatz von 52,3 bis 54,3 Milliarden US-Dollar, eine Bruttomarge von 65 bis 67 Prozent und eine operative Marge von 56,5 bis 58,5 Prozent.
