Rekord-Patchday: Microsoft schließt 1.413 Sicherheitslücken auf einmal
Die Oktober-Updates beheben rund 45 Prozent mehr Schwachstellen als beim bisherigen Rekord. Eine davon wird bereits von Angreifern ausgenutzt.

Symbolbild · Foto: KK IN HK / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Microsoft hat an seinem monatlichen Patchday am 13. Oktober 1.413 Sicherheitslücken geschlossen – ein neuer Rekord. Bisheriger Höchstwert war der September mit 974 Lücken, die neue Zahl liegt rund 45 Prozent darüber. Allein auf Windows entfallen 1.102 Korrekturen, auf Office 134 und auf Entwicklerwerkzeuge 61. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2023 schloss Microsoft 914 Lücken. Mehr als 70 der neuen Schwachstellen gelten als kritisch.
Nach Angaben der Zero Day Initiative wird derzeit nur eine Lücke aktiv ausgenutzt: CVE-2026-96951 in der Windows-Shell. Sie erlaubt Angreifern, den Schutz „Mark of the Web“ zu umgehen, der vor Dateien aus dem Internet warnt. Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA nahm die Lücke in ihren Katalog ausgenutzter Schwachstellen auf; US-Bundesbehörden müssen sie bis zum 16. Oktober schließen.
Microsoft erklärt die hohe Zahl mit modernen KI-Werkzeugen, mit denen der Konzern Fehler findet und Patches entwickelt. Dustin Childs von der Zero Day Initiative sieht KI auf beiden Seiten als Beschleuniger: „Hunderte CVEs in einem einzigen Release waren früher die Ausnahme; jetzt sind sie die Grundlinie.“ Um Administratoren zu entlasten, führt Microsoft sogenannte Risikokohorten ein – Gruppen von Lücken, die ähnlich bewertet werden müssen.
