Bravissimo: Versicherungsgeld nach Lagerbrand rettet die Jahresbilanz
Der britische Spezialist für große Cup-Größen setzte bis Ende März 51,8 Millionen Pfund um. Ein Lagerbrand bremste das Onlinegeschäft, Versicherungsleistungen sorgten für Gewinn.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
Der britische Wäschehändler Bravissimo hat für das Geschäftsjahr bis 31. März 2026 einen Umsatz von 51,78 Millionen Pfund ausgewiesen. Darüber berichteten FashionUnited am 7. Oktober und das Branchenportal Home of Direct Commerce am 9. Oktober. Ein direkter Vergleich mit dem Vorjahr ist nicht möglich: Nach der Übernahme durch Wacoal Europe im September 2024 wurde das Geschäftsjahr umgestellt. Die Vorperiode umfasste 17 Monate und brachte 79,27 Millionen Pfund Umsatz.
Belastet wurde das Jahr durch einen Lagerbrand im Juni 2025, der Nachschub und Versand über alle Kanäle störte. Erst im Januar 2026 lief der Betrieb wieder stabil aus dem Hauptstandort. Online schlug das deutlich durch: Die Besuche der Website sanken um 11,7 Prozent auf 12,32 Millionen, die Konversionsrate fiel um 18,9 Prozent auf 3 Prozent, die Zahl aktiver Onlinekundinnen ging um 9,3 Prozent auf 544.785 zurück. In den Läden stieg die Besucherzahl dagegen um 2,7 Prozent auf 1,45 Millionen.
Unterm Strich steht ein Nettogewinn von 4,17 Millionen Pfund. Möglich machten das sonstige Erträge von 12,67 Millionen Pfund, überwiegend Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Brand. Die Bruttomarge stieg auf 63,2 Prozent nach 61,8 Prozent, die liquiden Mittel wuchsen auf 8,23 Millionen Pfund. Bravissimo wurde 1995 von Sarah Tremellen und Hannah Griffiths gegründet, sitzt in Warwick und ist auf BHs und Bademode in den Cup-Größen D bis L spezialisiert.
