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Schiff vor Krapez gesunken, elf Vermisste – Radew bestellt Russlands Botschafterin ein

Zweiter Angriff in einer Nacht vor Bulgariens Küste: Ein Handelsschiff sank östlich von Krapez, fünf Seeleute wurden gerettet. Premier Radew ruft den Sicherheitsrat zusammen.

Schwarzmeerküste bei Krapez (Archivbild)

Archivbild · Foto: Eola / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Vor der bulgarischen Schwarzmeerküste ist in der Nacht zum Dienstag ein Handelsschiff nach einem Angriff gesunken – rund 17 Seemeilen östlich von Krapez in der Region Dobritsch. Nach Angaben der Regionalverwaltung, die die Nachrichtenagentur BTA zitiert, wurden fünf Seeleute gerettet, elf Menschen werden vermisst. Vier Gerettete nahm ein Schiff an Bord, einen weiteren ein zweites Schiff in der Nähe; sie sollen nach Warna gebracht werden. Name und Flagge des gesunkenen Schiffs nannten die Behörden zunächst nicht.

Wenige Stunden zuvor war rund 18 Seemeilen östlich von Bjala der Frachter „Chelsea 3“ unter maltesischer Flagge nach Angaben der Besatzung von drei Drohnen getroffen worden. Alle 15 Besatzungsmitglieder – sieben Ukrainer und acht Aserbaidschaner – wurden nach Warna gebracht. Laut Verteidigungsministerium werden drei von ihnen mit Verbrennungen zweiten Grades in der Militärklinik behandelt, Lebensgefahr bestehe nicht.

Ministerpräsident Rumen Radew berief eine Sondersitzung des Sicherheitsrats der Regierung ein und nannte den erneuten Angriff auf Handelsschiffe „absolut inakzeptabel“. Es gebe keine soliden Beweise, um eine Seite zu beschuldigen, die Logik zeige aber, dass das Ergebnis Russland nütze. Er werde Botschafterin Eleonora Mitrofanowa noch am Dienstag zum Gespräch bestellen und mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte sprechen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen verurteilte die Angriffe und sagte, das Schwarze Meer sei zu einer weiteren Front der Eskalation von Russlands Krieg in der Ukraine geworden.

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