Feuer bei Sofia: 11 Starlink-Antennen angezündet – Abgeordneter greift DANS an
Zwei Maskierte sollen 11 von 17 Antennen einer Satelliten-Bodenstation nahe Sofia angezündet haben, sagt Iwajlo Mirtschew. Offiziell bestätigt ist das bislang nicht.

Symbolbild · Foto: Rainer Lippert / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Der Ko-Vorsitzende von „Ja, Bulgarien“ und Abgeordnete von Demokratisches Bulgarien, Iwajlo Mirtschew, hat am Montag (12.10.) gemeldet, dass an einem Standort bei Sofia 11 Antennen für die Verbindung mit dem Satellitensystem Starlink von SpaceX vorsätzlich in Brand gesetzt worden seien. Nach seiner Darstellung auf Facebook zündeten zwei maskierte Männer 11 der 17 Antennen an. Die Satelliten werden laut Mirtschew auch im Krieg in der Ukraine genutzt. Eine Bestätigung von Geheimdienst DANS, Innenministerium oder SpaceX lag laut BTA zunächst nicht vor.
Nach Recherchen des Portals Dir.bg handelt es sich um den Teleport Plana, eine kommerzielle Satelliten-Bodenstation eines großen Telekommunikationsbetreibers auf rund 1.100 Metern Höhe – kein staatliches oder militärisches Objekt. Aufnahmen eines Dauer-Livestreams zeigen demnach, dass das Feuer am 9. Oktober gegen 22.18 Uhr ausbrach. Die Station versorgt unter anderem die bulgarische Antarktisbasis auf der Livingston-Insel mit Internet.
Mirtschew wirft DANS Versagen vor: Der Behördenchef habe erst Tage zuvor im Konsultativrat für nationale Sicherheit versichert, die Spionageabwehr gehe aktiv gegen Sabotage mit Bezug zu Russland vor. Er fragt, ob Partnerdienste gewarnt hatten. Gemeinsam mit seinem Fraktionskollegen Boschidar Boschanow reichte er parlamentarische Anfragen an DANS und das Innenministerium ein.
