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IWF hebt Prognose an: Deutschland wächst 2026 um 1,3 statt 0,7 Prozent

Der Internationale Währungsfonds sieht die deutsche Wirtschaft deutlich robuster als im Sommer. Weltweit erwartet er 2026 nun 3,1 Prozent Wachstum – die Risiken bleiben aber hoch.

Symbolbild: Zentrale des Internationalen Währungsfonds in Washington

Symbolbild · Foto: International Monetary Fund / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seinem bei der Jahrestagung in Bangkok vorgelegten Weltwirtschaftsausblick die Prognose für Deutschland kräftig angehoben. Für 2026 erwartet er nun ein Wachstum von 1,3 Prozent, im Juli waren es noch 0,7 Prozent. Für 2027 rechnet der Fonds mit 1,1 Prozent nach zuvor 1,0 Prozent. Damit liegt er auf einer Linie mit der Bundesregierung, die ihre Zahlen in der Vorwoche veröffentlicht hatte. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) führt den Aufschwung nach Angaben von dpa-AFX zu etwa zwei Dritteln auf staatliche Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung zurück, zu einem Drittel auf die Exporte.

Für die Weltwirtschaft erwartet der IWF 2026 ein Plus von 3,1 Prozent (bisher 3,0) und 2027 unverändert 3,4 Prozent. Die Prognose für die Eurozone stieg für 2026 auf 1,1 Prozent (Juli: 0,9), für 2027 werden 1,2 Prozent erwartet. Die USA sollen 2026 unverändert um 2,3 Prozent wachsen, China nach Angaben des südkoreanischen Senders SBS um 4,5 Prozent. Die Weltwirtschaft zeige erneut Widerstandskraft, sei aber unausgewogen, heißt es laut SBS in dem Bericht.

Die Risiken sieht der Fonds überwiegend auf der Abwärtsseite. Ein scharfer Einbruch bei Technologieaktien, falls die Erwartungen an Künstliche Intelligenz enttäuscht werden, könnte das Wachstum bremsen. Anhaltende Energiepreisschocks und schwaches Verbrauchervertrauen belasten die Eurozone; ärmere, energieimportierende Länder trifft der Energiepreisschock nach der Blockade der Straße von Hormus am härtesten. Für Deutschland gibt der IWF zu bedenken, dass die Exporte teils von Vorratskäufen wegen globaler Lieferengpässe getragen wurden – das müsse nicht von Dauer sein.

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