Frauen betäubt und vergewaltigt? Urteil gegen 69-Jährigen in Moabit erwartet
Dem Berliner werden 22 Taten an 14 Frauen zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft will auch Sicherungsverwahrung. Das Urteil könnte am Mittwoch fallen.

Archivbild · Foto: Gerd Eichmann / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Im Prozess gegen einen 69-jährigen Berliner, der zahlreiche Frauen betäubt, vergewaltigt und dabei gefilmt haben soll, steht das Urteil bevor. Nach einem Bericht des Tagesspiegels könnte das Landgericht Berlin seine Entscheidung am Mittwoch, 14. Oktober, verkünden. Vor dem Kriminalgericht Moabit ist dazu eine Kundgebung angekündigt.
Angeklagt sind 22 Fälle aus den Jahren 2016 bis 2022 mit 14 betroffenen Frauen, unter anderem wegen Vergewaltigung, gefährlicher Körperverletzung und Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen. Laut Anklage soll der Mann Frauen über Dating-Plattformen kennengelernt und ihnen sedierende Substanzen, teils zusammen mit Alkohol, verabreicht haben. In einer von seinem Verteidiger verlesenen Erklärung räumte der Angeklagte die Vergewaltigungen ein.
Die Staatsanwaltschaft fordert neben einer Haftstrafe die anschließende Sicherungsverwahrung. Die Ermittler gehen von weit mehr Betroffenen aus als im laufenden Verfahren angeklagt; dem Angeklagten droht deshalb ein weiterer Prozess.
