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Bericht: USA drohen Kiew auch mit Ende des Geheimdienstaustauschs

Laut ukrainischen Regierungsvertretern haben US-Stellen Kiews Militärspitze gewarnt: Bei Angriffen auf russische Raffinerien könnten Geheimdienstinfos und das PURL-Programm wegfallen.

Archivbild: Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump bei einem Treffen im Oval Office

Archivbild · Foto: White House Rapid Response / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Die US-Regierung hat ukrainischen Militärs nach Angaben zweier ukrainischer Regierungsvertreter gedroht, um russische Ölraffinerien vor Angriffen zu schützen. Die Ukraine werde verantwortlich gemacht, falls während der von Präsident Donald Trump verkündeten Energie-Waffenruhe russische Energieanlagen getroffen würden, berichtete der „Kyiv Independent“ am Montag. „Sie haben alle führenden Militärs mit Drohungen angerufen“, zitierte die Zeitung einen der Vertreter. Ein anderer sagte, die USA kündigten an, „sowohl den Austausch von Geheimdienstinformationen als auch PURL abzuschalten“.

Nach Angaben eines weiteren Vertreters erhielten der Vizechef des Präsidialamts, Pawlo Palisa, und Oberbefehlshaber Mychajlo Drapatyj Anrufe von amerikanischer Seite. Über die europäisch geführte Initiative PURL, die vor allem von NATO-Staaten finanziert wird, erhielt die Ukraine im ersten Jahr Waffen für 6,7 Milliarden Dollar. Direkte US-Militärhilfe ist seit Trumps Amtsantritt ausgesetzt, der Austausch von Geheimdienstinformationen lief bislang weiter.

Bereits am Sonntag hatte es Berichte gegeben, Washington drohe mit einem Stopp der Waffenkäufe. Neu ist nun die Drohung, auch die Geheimdienstinformationen abzuschalten. Eine offizielle Bestätigung aus Washington gab es zunächst nicht. Ein Vertreter des Weißen Hauses sagte laut Axios lediglich, die Feuerpause betreffe Ölraffinerien; eine breitere Vereinbarung, die auch das Stromnetz einschließe, könne folgen.

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