Laptops werden teurer: Intel und Qualcomm heben Prozessorpreise an – AMD soll folgen
Laut Berichten aus Taiwans Lieferkette verlangt Intel für manche Chips bis zu 20 Prozent mehr, Qualcomm rund zehn Prozent. Grund sind höhere Fertigungskosten bei TSMC und die KI-Nachfrage.

Symbolbild · Foto: ViscousFlow / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Nach dem Speicher werden nun auch Prozessoren für Laptops und Server teurer. Wie das Marktforschungsinstitut TrendForce unter Berufung auf die taiwanische Zeitung Commercial Times berichtet, hat Intel seine Preise seit Ende 2025 bereits dreimal angehoben, zuletzt ab dem 1. September. Hochwertige Modelle der neuen Laptop-Generation Panther Lake kosten demnach 15 bis 20 Prozent mehr, die älteren Reihen Meteor Lake und Arrow Lake 5 bis 10 Prozent. Betroffen sind vor allem Panther-Lake-Chips mit starker Grafikeinheit – diese Bausteine fertigt TSMC im 3-Nanometer-Verfahren N3E.
Qualcomm hat laut den Berichten die Preise für seine Laptop-Chips Snapdragon X und X2 Elite seit Anfang Oktober um rund zehn Prozent erhöht; eine Bestätigung des Konzerns liegt nicht vor. AMD bereitet Berichten zufolge ebenfalls Anpassungen vor, Umfang und Zeitpunkt sind aber unbestätigt.
Hintergrund sind die starke Nachfrage nach KI-PCs und -Servern sowie steigende Fertigungskosten. Analysten erwarten laut der taiwanischen Nachrichtenagentur CNA, dass TSMC 2027 die Preise für modernste Fertigung um 5 bis 10 Prozent und für fortschrittliche Chip-Verpackung um 10 bis 15 Prozent anhebt. Für Laptop-Hersteller kommen teurere Arbeitsspeicher und SSDs hinzu; TrendForce rechnet für 2026 mit einem Rückgang der weltweiten Notebook-Auslieferungen um 9,4 Prozent.
