Dax steigt auf 25.278 Punkte – Rüstung vorn, Chipwerte schwach; Dienstag leichter erwartet
Der Dax gewann am Montag 0,76 %. Rheinmetall führte, Infineon fiel. VW-Aktien stiegen trotz Absatzeinbruch. Für Dienstag sieht IG den Dax leicht im Minus; um 8:00 Uhr kommen die endgültigen Inflationsdaten.

Der Leitindex Dax (die 40 größten deutschen Börsenkonzerne) schloss am Montag im Xetra-Handel 0,76 % höher bei 25.277,68 Punkten und knüpfte damit an das Plus vom Freitag an. Der MDax (mittelgroße Werte) stieg um 0,38 % auf 30.104,33 Punkte, der Euro Stoxx 50 um 0,45 % auf 6.201,21 Punkte. Der TecDax legte rund 0,4 % zu, der SDax (kleinere Werte) gab rund 0,3 % nach. Laut dpa-AFX kam Bundeskanzler Merz' Vorstoß für eine niedrigere Stromsteuer gut an. Ein Marktexperte von CMC Markets nannte die Erholung aber wackelig: Sorgen um die Finanzierung großer KI-Investitionen, hohe Anleiherenditen und teure Energie bleiben.
Rheinmetall war mit +2,5 % bester Dax-Wert. Laut dpa-AFX sieht Morgan Stanley Chancen für eine Jahresend-Rally bei Rüstungswerten; im MDax stieg Hensoldt um 5,8 %. Chipwerte waren dagegen schwach: Infineon verlor 2,8 % und war Schlusslicht. Volkswagen meldete für das dritte Quartal 14,3 % weniger Auslieferungen (1,87 Millionen Fahrzeuge), in China sogar 38,5 % weniger. Die Aktie stieg trotzdem um 0,6 %, wie Dow Jones berichtete. Die Telekom-Aktie, die am Freitag wegen des Markteintritts von SpaceX in den US-Mobilfunk um knapp 8 % eingebrochen war, war am Montag der meistgehandelte Dax-Wert. Außerhalb des Dax stieg Nordex nach starken Aufträgen um 3,9 %, Aroundtown fiel nach einer Abstufung durch Goldman Sachs um 5,7 %.
Der Euro gab nach: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1181 Dollar fest (Freitag: 1,1206). Laut dpa-AFX belasten schwache Konjunkturdaten in Europa, Sorgen um Frankreichs Finanzen und Spekulationen auf höhere US-Zinsen.
Für Dienstag erwartet der Broker IG einen leicht schwächeren Start: Laut dpa-AFX (kurz vor 7 Uhr) taxierte IG den Dax 0,16 % tiefer bei 25.237 Punkten. In Asien fallen Chipwerte nach skeptischen Aussagen des Broadcom-Chefs zu KI-Ausgaben; der Nikkei in Tokio lag 2,2 % im Minus (finanzen.at, Stand 7:11 Uhr), Seoul laut Dow Jones zeitweise 6,3 %. Um 8:00 Uhr veröffentlicht das Statistische Bundesamt die endgültige Inflationsrate für September (vorläufig: 3,3 %), Porsche hält einen Pre-Close-Call. Ab Mittag legen JPMorgan, Goldman Sachs, Citigroup und Wells Fargo Quartalszahlen vor. Der ZEW-Index kommt erst am 20. Oktober.
| Index | Schluss | Tag % |
|---|---|---|
| DAX | 25.278 | +0,76 % |
| MDAX | 30.104 | +0,38 % |
| TecDAX | 3.993 | +0,40 % |
| SDAX | 18.049 | −0,27 % |
| Euro Stoxx 50 | 6.201 | +0,45 % |
| Unternehmen | Kurs (EUR) | Tag % | Grund |
|---|---|---|---|
| Rheinmetall | 962,20 | +2,46 % | Morgan Stanley sieht Chancen für Rüstungs-Rally zum Jahresende |
| RWE | 59,26 | +2,28 % | – |
| SAP | 194,46 | +1,57 % | – |
| Fresenius | 43,00 | +1,52 % | – |
| Hannover Rück | 267,00 | +1,44 % | – |
| Continental | 68,60 | −0,78 % | – |
| BASF | 51,27 | −0,79 % | – |
| Mercedes-Benz | 39,27 | −0,82 % | Autowerte leicht schwächer |
| Daimler Truck | 41,00 | −0,85 % | – |
| Infineon | 57,22 | −2,79 % | Chipwerte unter Druck: Zweifel an Rendite der KI-Ausgaben |
| Unternehmen | Tag % (rund) | Grund |
|---|---|---|
| Volkswagen (Dax) | +0,6 % | Absatz Q3: −14,3 % (China −38,5 %) – Markt reagierte kaum |
| Hensoldt (MDax) | +5,8 % | Rüstungswerte gefragt |
| Nordex (TecDax) | +3,9 % | Auftragseingang Q3 fast 30 % höher |
| Schaeffler (MDax) | +1,2 % | Stellenabbau früher abgeschlossen |
| Aroundtown (MDax) | −5,7 % | Goldman Sachs stuft auf „Sell“ ab |
| Markt | Stand | Veränderung % | Zeit / Quelle |
|---|---|---|---|
| Dax-Indikation (IG) | 25.237,00 | −0,16 % | ca. 06:57 Uhr, dpa-AFX |
| Dax-Future (Eurex) | 25.372,00 | – | ca. 05:54 Uhr, Dow Jones: −30 Punkte |
| Nikkei 225 | 67.501,10 | −2,22 % | Stand 07:11 Uhr, finanzen.at |
| Hang Seng | 24.176,05 | −0,39 % | Stand 07:11 Uhr, finanzen.at |
| Kospi | 5.983,54 | −6,30 % | 06:35 Uhr, Dow Jones |
| Brent (USD/Barrel) | 105,35 | −1,20 % | 06:35 Uhr, Dow Jones |
| Zeit | Termin |
|---|---|
| 07:00 | Fraport: Verkehrszahlen September |
| 08:00 | Deutschland: Verbraucherpreise September, endgültig (Prognose +3,3 % zum Vorjahr); Porsche: Pre-Close-Call |
| 11:30 | Bundesanleihe-Auktion (5 Mrd. Euro, Laufzeit bis Oktober 2031) |
| 11:55–14:00 | JPMorgan, Goldman Sachs, Citigroup, Wells Fargo, Johnson & Johnson, UnitedHealth: Quartalszahlen; BMW: Pre-Close-Call |
| 16:00 | USA: Verkäufe bestehender Häuser September |
| 20.10., 11:05 | ZEW-Konjunkturerwartungen (Folgewoche) |
Die Angaben dienen nur der Information und sind keine Anlageberatung. Kurse mit dem genannten Datenstand, keine Echtzeitkurse.
Quellen
- dpa-AFX via onvista: ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss – Dax erholt sich weiter (12.10.2026)
- dpa-AFX via finanzen.at: ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss – Dax erholt sich weiter (12.10.2026)
- Dow Jones via finanzen.net: XETRA-SCHLUSS/DAX weiter auf dem Weg nach oben (12.10.2026)
- finanzen.net: Handel in Frankfurt – DAX verbucht schlussendlich Zuschläge (12.10.2026, 17:57)
- finanzen.at: TecDAX zum Ende des Montagshandels mit Zuschlägen (12.10.2026)
- finanzen.net: SDAX schlussendlich schwächer (12.10.2026, 17:57)
- Dow Jones via finanzen.at: Volkswagen-Absatz sinkt im 3. Quartal um 14 Prozent (12.10.2026, 08:50)
- dpa-AFX via finanzen.at: Devisen (EZB-Richtwerte) – Euro-Referenzkurs bei 1,1181 US-Dollar (12.10.2026)
- dpa-AFX via MarketScreener: Devisen – Eurokurs fällt wieder unter 1,12 US-Dollar (12.10.2026)
- 4investors: Deutsche Telekom Aktie – Nach dem Absturz kommt die Ruhe (12.10.2026, 09:59)
- dpa-AFX via onvista: DAX-FLASH – Leicht schwächer im angespannten Umfeld (13.10.2026)
- Dow Jones via finanzen.ch: EUREX/DAX-Futures im Frühhandel mit leichten Abgaben (13.10.2026)
- Dow Jones via finanzen.at: MÄRKTE ASIEN – Chipwerte unter Abgabedruck, Börse Seoul verliert 6,3% (13.10.2026, 06:35)
- finanzen.at: Asiens Börsen in Rot (13.10.2026, 07:11)
- Dow Jones via finanzen.net: TAGESVORSCHAU/Dienstag, 13. Oktober
- Destatis: Inflationsrate im September 2026 voraussichtlich +3,3 %



