Brombeerflecken und geteilte Kleider: Die Kostüme der neuen „Sense and Sensibility“
Kostümbildnerin Grace Snell färbte für Georgia Oakleys Jane-Austen-Verfilmung mit Pflanzen und ließ die Dashwood-Schwestern Kleider teilen. US-Kinostart ist am 16. Oktober.
Foto: The wub / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
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Kurz vor dem US-Kinostart am 16. Oktober rückt die Ausstattung der neuen Jane-Austen-Verfilmung „Sense and Sensibility“ in den Blick. Regisseurin Georgia Oakley wollte laut dem Magazin Bustle keinen polierten Regency-Glamour, sondern einen rustikalen, gelebten Look. Kostümbildnerin Grace Snell verlegte die Garderobe dafür laut Country & Town House in die späten 1790er-Jahre, als Austen ihren ersten Entwurf schrieb – eine Übergangszeit zwischen spätgeorgianischer und neuer Regency-Mode, die ihr künstlerische Freiheit ließ.
Gefärbt wurde mit Naturfarben. Hauptdarstellerin Daisy Edgar-Jones erzählte Bustle, Elinors lavendelfarbenes Kleid sei mit Blauholz gefärbt worden; echte Brombeerflecken zieren die Kleidung. Von Margarets beflecktem Kleid entstanden mehrere Versionen: „Ich musste die Beerenflecken auf jedem der Kleider angleichen“, sagte Snell. Snell legte nach eigenen Worten Wert auf Kleidung, die die Schwestern teilen; Darstellerin Fiona Shaw berichtet, Kostüme seien an die nächste Schwester weitergegeben und umgearbeitet worden. „Ich wollte unser Publikum mit dieser Familie in den Raum holen, statt sie durch ein Teleskop zu betrachten“, sagte Snell.
Auch die Frisuren sind lockerer, als es die Regency-Konvention nahelegt – laut Drehbuchautorin Diana Reid eine bewusste Entscheidung Oakleys. Den Stil trägt Edgar-Jones auch auf die Pressetour: Zur Premiere in Sydney erschien sie laut Vogue in einem transparenten, mit Pailletten bestickten Kleid von Miu Miu mit locker geschnürtem Korsett, angelehnt an die kurzen Regency-Mieder. Das Magazin InStyle widmet der Entstehung der Kostüme ein eigenes Video.
