Berlin --:--Dienstag, 13. Oktober 2026
LIVE
ModeNACHRICHTENFAKTENKONTEXT
Mode ·

Von der Nürnberger Brille bis „Easy Rider“: Rom zeigt die Geschichte der Brille

Die Wanderausstellung „The Lens of Time“ macht ab 14. Oktober Station im römischen Palazzo Piacentini – erstmals mit einem eigenen Kapitel über Brillen im Kino.

Sonnenbrille von Persol (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: Matti Airaksinen / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Brille als Kulturgeschichte: Unter dem Titel „The Lens of Time – Gli occhiali dalle origini al cinema“ zeigt der italienische Verband der Optikhersteller ANFAO vom 14. bis 30. Oktober 2026 eine Ausstellung im Palazzo Piacentini in Rom, dem Sitz des Ministeriums für Unternehmen und Made in Italy. Die Eröffnung war laut der Agentur AgenziaCult für Dienstag, 13. Oktober, um 17 Uhr angesetzt. Partner ist das Brillenmuseum in Pieve di Cadore, kuratiert haben Alessandra Cusinato und Daniela Zambelli.

Fünf Abteilungen führen laut dem Kunstportal Exibart von den ersten Sehhilfen ab dem 13. Jahrhundert über das 19. Jahrhundert und Mode und Design des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwartskunst. Zu sehen sind etwa eine Schildpatt-Brille aus Nürnberg vom Ende des 17. Jahrhunderts, ein italienisches Buchsbaum-Etui von 1687, eine französische Stielbrille aus Elfenbein sowie Cat-Eye-Gestelle der 1960er- und 1970er-Jahre. Den Abschluss bildet ein Kunstwerk aus Harz mit eingeschlossenen Originalbrillen.

Neu in Rom ist ein Kapitel über Brillen im Film, entwickelt mit Steve Della Casa von der Cineteca Nazionale. Gezeigt werden laut Finestre sull'Arte unter anderem die Ray-Ban Olympian, die Peter Fonda 1969 in „Easy Rider“ trug, Persol-Modelle von Marcello Mastroianni aus „La dolce vita“, ein Lozza-Modell von Brigitte Bardot und ein Gestell von Federico Fellini aus dem Jahr 1978. Die Schau, die 2025 in Venedig startete, zieht danach zur Messe MIDO in Mailand weiter (6. bis 8. Februar 2027). ANFAO-Präsidentin Lorraine Berton sagte, die Schau wolle die Geschichte der italienischen Brillenbranche würdigen „und zugleich in die Zukunft blicken“.

Mehr aus dem Ressort

← Mode