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Mitrofanowa bei Radew: Botschafterin schließt Provokation Dritter nicht aus

Nach dem Treffen mit Radew erklärte Russlands Botschafterin laut Regierung, sie habe keine Informationen aus Moskau. Radew will mit Rumänien und der Türkei gemeinsame Schritte.

Gebäude des Ministerrats in Sofia (Archivbild)

Archivbild · Foto: Radosław Botev / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 pl (zugeschnitten und skaliert)

Nach den neuen Drohnenangriffen auf Handelsschiffe vor der bulgarischen Küste hat Ministerpräsident Rumen Radew die russische Botschafterin Eleonora Mitrofanowa im Ministerrat empfangen. Nach Angaben des Regierungspresseamts sagte Radew, Bulgarien habe keine eindeutigen Beweise für die Herkunft der Drohnen. Es sei aber unlogisch, dass die Ukraine eigene Schiffe zerstöre; das Ergebnis nütze Russland. Mitrofanowa erwiderte demnach, sie verstehe diese Logik, habe aber keine Informationen vom russischen Verteidigungsministerium und schließe eine Provokation durch eine dritte Seite nicht aus.

Radew nannte die Angriffe „absolut inakzeptabel“ und kündigte Gespräche mit Rumänien und der Türkei über gemeinsame Vorschläge für eine sichere Schifffahrt im Schwarzen Meer an. Laut Regierung sind Transportrisiken und Versicherungsprämien gestiegen, einige Reedereien lehnen Fahrten zu bulgarischen Häfen bereits ab; die Ölversorgung der Raffinerie in Burgas werde teurer und sei gefährdet. Bei dem vor Krapez gesunkenen Schiff handelt es sich nach Informationen von bTV um die „HS Dignity“; eine offizielle Bestätigung steht aus. Laut dem Gouverneur der Region Dobritsch wurden fünf Seeleute gerettet, elf werden vermisst; andere Berichte nennen abweichende Zahlen.

EU-Ratspräsident António Costa nannte die Angriffe auf zivile Schiffe völlig inakzeptabel; Russlands hybride Aktivitäten würden beim EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag in Brüssel beraten. NATO-Generalsekretär Mark Rutte sprach nach eigenen Angaben mit Radew und erklärte, das Bündnis arbeite weiter eng mit den Verbündeten in der Region zusammen. Die Zeitung „Sega“ wertete das Treffen mit der Botschafterin als Fehlschlag.

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