„Schwarzer Dienstag“ in Seoul: SK Hynix verliert 10 Prozent, Samsung 7,4 Prozent
Sorge vor Chinas Speicherhersteller CXMT und Zweifel am KI-Boom: Südkoreas Leitindex Kospi rutscht zeitweise um mehr als 7 Prozent ab und fällt unter 6.000 Punkte.

Archivbild · Foto: hyolee2 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Ein Ausverkauf bei Chipaktien hat die Börse in Seoul am Dienstag schwer erschüttert. Nach Angaben der Zeitung JoongAng Daily schloss SK Hynix 10,09 Prozent tiefer bei 1,443 Millionen Won, Samsung Electronics verlor 7,39 Prozent auf 232.000 Won. Schon am Montag hatten beide Papiere rund 4,5 Prozent eingebüßt. Der Leitindex Kospi fiel laut der Nachrichtenagentur AP zeitweise um mehr als 7 Prozent unter die Marke von 6.000 Punkten und lag zuletzt 5,5 Prozent im Minus bei 6.035 Punkten.
Kurz vor 10 Uhr Ortszeit setzte die Börse nach Medienberichten einen sogenannten Sidecar ein und stoppte Programm-Verkaufsorders für fünf Minuten, weil die Kospi-200-Futures mehr als 5 Prozent nachgaben. Ausländische Anleger verkauften allein am Vormittag Aktien im Wert von rund 1,8 bis 1,9 Billionen Won. Auch in Tokio gerieten Technologiewerte unter Druck: SoftBank verlor laut AP 8,5 Prozent, Tokyo Electron 7,2 Prozent, der Nikkei 1,8 Prozent.
Auslöser sind Fortschritte des chinesischen DRAM-Herstellers CXMT, der bis Jahresende DDR5-Servermodule auf den Markt bringen will und Fortschritte mit dichterer 4F²-Technik meldet. CXMT könnte Samsung, SK Hynix und Micron laut AP zunehmend Konkurrenz machen. Hinzu kommen Zweifel, ob die Milliardeninvestitionen in KI sich auszahlen; der Ölpreis der Sorte Brent liegt laut AP weiter über 100 Dollar je Barrel.
Quellen
- Korea JoongAng Daily, Samsung, SK hynix shares plunge on 'Black Tuesday' amid concerns over Chinese chip, 13.10.2026
- AP, Global semiconductor stocks sell-off over AI boom worries pulls Asian shares lower, 13.10.2026
- SSBCrack News, Foreign Sellers Drive Kospi Through 6,000 as Samsung and SK Hynix Buckle on China Memory Rival Fears, 13.10.2026
