Südkorea erlaubt Test mit 20 humanoiden Robotern in Fabriken und Werften
Das Start-up Robros darf seine Humanoiden bei vier Unternehmen neben Beschäftigten einsetzen – vom Chipzulieferer bis zur Werft. Ein eigenes KI-Modell soll im ersten Halbjahr 2027 folgen.
Foto: Syced / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)
Video: YouTube · ROBROS · youtube.com
In Südkorea dürfen 20 humanoide Roboter des Start-ups Robros in Fabriken und Logistikzentren erprobt werden. Ein Ausschuss für regulatorische Experimentierräume („Sandbox“) erteilte dafür eine Ausnahmegenehmigung, wie die Zeitung Seoul Economic Daily am 13. Oktober berichtete. Die Roboter dürfen damit auch in der Nähe von Beschäftigten arbeiten – vorausgesetzt, Risiken werden bewertet und Schutzmaßnahmen getroffen.
Eingesetzt werden sollen die Roboter bei vier Unternehmen: dem Halbleiterzulieferer Nepes, dem Autozulieferer Sungwoo Hitech, der Werft HD Hyundai Samho und dem Logistiker Delivery Lab. Geplant sind etwa das Reinigen von Bauteilen für Chipgehäuse, das Positionieren von Karosserieteilen, das Stapeln von Material im Schiffbau und das Bewegen von Kühlverpackungen.
Robros will im ersten Halbjahr 2027 ein eigenes KI-Modell für humanoide Roboter vorstellen, zunächst für Fertigung und Logistik. Dafür sollen bis dahin 800.000 Stunden Simulationsdaten und 200.000 Stunden Videos menschlicher Arbeit gesammelt werden – laut dem Fachportal Humanoids Daily Sammelziele, keine bereits vorhandenen Datensätze. Die Genehmigung erlaubt einen Versuch; Ergebnisse aus dem Fabrikalltag liegen noch nicht vor.
