Honig – Nutzen für die Gesundheit und woran man gute Qualität erkennt
Honigsorten, Nährwerte, belegter Nutzen und wie man guten Honig auswählt – und warum Haustests mit Wasser, Papier oder Streichhölzern nichts taugen.

Symbolbild · Foto: Government of Antigua and Barbuda / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Honig ist eines der am meisten geschätzten Naturprodukte – bekannt für seinen typischen Geschmack, sein Aroma und seine vielfältige Verwendung. Neben seiner Rolle als natürliches Süßungsmittel wird er auch genutzt, um Husten zu lindern und einen gereizten Hals zu beruhigen. Doch welchen Nutzen hat er tatsächlich, und wie findet man unter den vielen Angeboten im Handel einen hochwertigen Honig?
Wie viele Honigsorten gibt es?
Honig unterscheidet sich je nach den Pflanzen, von denen die Bienen den Nektar sammeln, und nach der Art der Gewinnung. Zu den beliebtesten Sorten gehören Akazien-, Linden-, Sonnenblumen-, Raps- und Kastanienhonig. Daneben gibt es Blütenhonig (Mischhonig) aus verschiedenen blühenden Pflanzen sowie Honigtauhonig, der sich durch eine dunklere Farbe und einen kräftigen Geschmack auszeichnet.
Jede Sorte hat ihre eigenen Merkmale. Akazienhonig bleibt zum Beispiel meist länger flüssig, während Sonnenblumenhonig vergleichsweise schnell kristallisiert.
Welche Nährwerte hat Honig?
Honig besteht vor allem aus Fruktose und Glukose sowie kleinen Mengen an Mineralstoffen, Enzymen und antioxidativen Verbindungen.
Trotz seiner natürlichen Herkunft ist Honig eine konzentrierte Zuckerquelle – deshalb ist ein maßvoller Verzehr wichtig.
Welchen Nutzen hat Honig?
Honig enthält antioxidative Verbindungen, deren Menge von Sorte und Herkunft abhängt. Sie tragen zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei.
Eine der gut untersuchten Anwendungen ist die Linderung von Husten bei Infekten der oberen Atemwege. Seine dickflüssige Konsistenz kann einen gereizten Hals beruhigen, besonders am Abend.
Dank seines natürlichen Zuckergehalts liefert Honig schnelle Energie. Er eignet sich auch zum Süßen von Getränken, Frühstück und Desserts, hat aber nicht wesentlich weniger Kalorien als normaler Zucker.
Woran erkennt man guten Honig?
Bei der Auswahl von Honig sollte man auf einige wichtige Punkte achten:
- Die Herkunft – Produkte mit klar angegebenem Erzeuger und nachvollziehbarer Herkunft bevorzugen.
- Das Etikett – Angaben zu Herkunft, Charge und Mindesthaltbarkeitsdatum prüfen.
- Aroma und Geschmack – guter Honig hat in der Regel das für seine Sorte typische Aroma und den typischen Geschmack.
- Die Konsistenz – Kristallisation ist ein natürlicher Vorgang und bedeutet nicht, dass der Honig minderwertig ist.
Verlassen Sie sich nicht auf die beliebten Haustests mit Wasser, Papier oder Streichhölzern. Sie können nicht zuverlässig zeigen, ob ein Honig rein ist. Um die Echtheit und mögliche Zusätze von Sirup festzustellen, sind spezielle Laboranalysen nötig.
Wann ist Vorsicht geboten und wie lagert man Honig?
Kinder unter 12 Monaten sollten wegen des Risikos von Säuglingsbotulismus keinen Honig bekommen. Auch Menschen mit Diabetes sollten den Zuckergehalt berücksichtigen und die Menge an ihren persönlichen Ernährungsplan anpassen.
Damit Honig seine Qualität behält, sollte er in einem fest verschlossenen Gefäß an einem trockenen, kühlen Ort aufbewahrt werden, fern von direktem Sonnenlicht und hohen Temperaturen. Ein sauberer, trockener Löffel schützt ihn vor Feuchtigkeit und Verunreinigung.
Honig ist ein wertvolles Naturprodukt mit typischem Geschmack und antioxidativen Verbindungen. Um von seinen Eigenschaften zu profitieren, sollte man Produkte mit klarer Herkunft wählen, sie richtig lagern und Honig in Maßen genießen.
Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.
