Lohn nahe dem Mindestlohn: Beschäftigte des Zoos Sofia beginnen unbefristeten Protest
Die Mitarbeiter des Hauptstadt-Zoos fordern 50 Prozent mehr Lohnmittel für 2027 und weitere 20 Prozent für 2028. Die erste Aktion ist heute Mittag vor dem Haupteingang, auch ein Streik wird vorbereitet.

Archivbild · Foto: Nikolai Karaneschev / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die Beschäftigten des Zoos von Sofia haben einen unbefristeten Protest angekündigt. Die erste Aktion ist für diesen Samstag von 12:30 bis 13:00 Uhr Ortszeit vor dem Haupteingang geplant. Nach Angaben der Nachrichtenagentur BTA soll der Protest friedlich verlaufen; die Mitarbeiter bereiten zugleich einen echten Streik vor und wollen weitermachen, bis ihre Forderungen erfüllt sind.
In einer Erklärung an Bürgermeister Wassil Terziew und den Stadtrat fordern sie, die Lohnmittel für 2027 um 50 Prozent und für 2028 um weitere 20 Prozent zu erhöhen. Die meisten Beschäftigten verdienen nach Angaben der Gewerkschaft Podkrepa „um den Mindestlohn“ herum; die Vorsitzende der zuständigen Podkrepa-Föderation, Anelija Iwanowa, nannte das „erniedrigend niedrig“. Gefordert werden außerdem bessere Arbeitsbedingungen, etwa Umkleide- und Aufenthaltsräume, angemessene Hygiene und genug Personal für die Sicherheit der Mitarbeiter.
„Wir wollen nicht nur höhere Löhne, sondern auch bessere Arbeitsbedingungen“, sagte Zoo-Sprecherin Irina Sahatschiewa. Nach Medienberichten verlassen manche neu eingearbeitete junge Fachkräfte den Zoo schon nach etwa einem Monat wieder, weil sie von dem Gehalt nicht leben können.
