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Neue Stromkorridore: Bulgarien drängt in der EU auf Netze, Turkstaaten stützen Korridor

Energieministerin Iwa Petrowa fordert in Luxemburg transparente Netzentgelte und schnellere Netzprojekte. Die Turkstaaten unterstützen einen Energiekorridor Aserbaidschan–Georgien–Türkei–Bulgarien.

Symbolbild: Hochspannungsleitungen und Strommasten am Umspannwerk Raitersaich in Bayern

Symbolbild · Foto: Simon Koopmann / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de (zugeschnitten und skaliert)

Beim EU-Energierat in Luxemburg hat Bulgariens Energieministerin Iwa Petrowa eine gemeinsame Position Bulgariens und der Slowakei vorgestellt, die von Tschechien, Griechenland, Polen und Rumänien unterstützt wird. Zur geplanten Verordnung über bezahlbare Stromrechnungen fordert Bulgarien mehr Transparenz bei den Netzentgelten und die Unabhängigkeit der nationalen Regulierer. Sofia verlangt von der Kommission konkrete Vorschläge, darunter eine Initiative für dreiseitige Vereinbarungen zu Stromnetzen, sowie flexiblere und schnellere Beihilfeverfahren.

Bulgarien wirbt für den Vertikalen Gaskorridor, die Stromkorridore Ost–West und Nord–Süd sowie „grüne“ Energierouten aus der Kaspischen Region. Petrowa betonte die Rolle von Energiespeichern und sprach sich für innovative Finanzierung grenzüberschreitender Projekte aus. „Wir erwarten eine angemessene Bewertung der bulgarischen Projekte, die sich um Mittel aus der Fazilität ‚Connecting Europe‘ bewerben“, sagte sie und nannte dabei auch das Projekt Jadeniza.

Parallel dazu unterstützte die Organisation der Turkstaaten in ihrer Erklärung von Ankara einen Energiekorridor, der Aserbaidschan, Georgien, die Türkei und Bulgarien verbinden soll. Im September hatten die Außenminister Aserbaidschans und der Türkei über eine neue Verbindung durch die Verlegung von Stromkabeln gesprochen. Aserbaidschans Außenminister Dschejhun Bajramow sagte, neue grüne Energieprojekte könnten erhebliches Potenzial für eine alternative Energieübertragung in die Märkte Aserbaidschans, der Türkei und Europas freisetzen.

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