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Schweinepreis fällt auf 1,32 Euro: Landwirte drohen mit Protesten

Der Schlachtpreis sinkt erneut um acht Cent je Kilogramm. Kostendeckend wären laut den Haltern mindestens 2,20 Euro. Bauernverbände fordern Politik, Schlachthöfe und Gastronomie zum Handeln auf.

Schweine in einem Stall (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: Smaack / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Schweinehalter in Deutschland geraten immer stärker unter Druck. Der Schlachtpreis ist nach Angaben des Landvolks Niedersachsen erneut um acht Cent gefallen und liegt nun bei 1,32 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht. Um wirtschaftlich arbeiten zu können, brauchen die Betriebe nach Angaben der Landwirte mindestens 2,20 Euro.

„Den Betrieben rinnt das Geld durch die Hände“, sagte Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers. Die Liquidität werde immer knapper: „So kann es nicht weitergehen!“ Er verlangt, dass angekündigte Maßnahmen umgesetzt werden, etwa die Weiterentwicklung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes. Außerdem soll in Gastronomie und Kantinen mehr deutsches Schweinefleisch angeboten werden.

Auch die Interessengemeinschaft der Schweinehalter (ISN) und der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) schlagen Alarm. Wenn Politik und Marktpartner nicht handeln, seien Protestaktionen möglich. ISN-Geschäftsführer Torsten Staack nannte den Preiswettbewerb ruinös: Die Bauern müssten höchste Standards erfüllen, bekämen aber nur Weltmarktpreise. Das meiste deutsche Schweinefleisch kommt aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

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