Typ-2-Diabetes bei Jüngeren: Mit Diät und Training 54 Prozent in Remission
In einer Studie mit 96 Erwachsenen zwischen 18 und 45 Jahren erreichte mehr als die Hälfte nach 24 Wochen eine Remission – mit strengem Kalorienplan und betreutem Training.

Symbolbild · Foto: Celeda / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Eine kalorienarme Diät in Kombination mit betreutem Training hat bei jüngeren Menschen häufig zu einer Remission des Typ-2-Diabetes geführt. Das zeigt die randomisierte Studie RESET for Remission der McGill University (Montreal), der University of Leicester und der University of Alberta, erschienen in The Lancet Regional Health – Americas und auf der Jahrestagung der Europäischen Diabetes-Gesellschaft EASD vorgestellt. Teilgenommen haben 96 Erwachsene zwischen 18 und 45 Jahren mit früh aufgetretenem Typ-2-Diabetes und Adipositas, die kein Insulin spritzen.
In den ersten 12 Wochen nahm die Interventionsgruppe 800 bis 900 Kilokalorien am Tag zu sich und trainierte zweimal pro Woche betreut sowie einmal allein; danach folgte eine Phase zum Halten des Gewichts. Nach 24 Wochen waren 27 von 50 Teilnehmenden (54 Prozent) in Remission, in der Gruppe mit üblicher Behandlung 2 von 46 (rund 4 Prozent). Die Interventionsgruppe nahm im Schnitt 8,4 Kilogramm ab, die Vergleichsgruppe 1,2 Kilogramm. Nebenwirkungen wie Verstopfung, Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit waren häufig, schwere Zwischenfälle wurden nicht gemeldet.
Die Autorinnen und Autoren betonen, dass längere Studien im Alltag nötig sind, um zu klären, ob Gewichtsverlust und Remission anhalten. Remission bedeutet laut den Forschenden zudem nicht, dass die Krankheit dauerhaft geheilt ist.
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