Importpreise steigen um 10,4 Prozent – stärkster Anstieg seit November 2022
Importierte Energie war im September 61,8 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, Strom sogar 96,2 Prozent. Ohne Energie lagen die Einfuhrpreise 5,5 Prozent über dem Vorjahr.

Symbolbild · Foto: Matti Blume / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die Preise für nach Deutschland eingeführte Waren sind im September 2026 um 10,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Im August hatte das Plus bei 8,3 Prozent gelegen. Laut Dow Jones Newswires ist das der stärkste Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat seit November 2022. Gegenüber August zogen die Importpreise um 2,1 Prozent an.
Haupttreiber ist Energie: Importierte Energie verteuerte sich binnen eines Jahres um 61,8 Prozent und allein gegenüber dem Vormonat um 14,5 Prozent. Importierter Strom kostete 96,2 Prozent mehr als vor einem Jahr, Mineralölerzeugnisse 81,3 Prozent, Rohöl 59,3 Prozent und Erdgas 53,9 Prozent. Ohne Energie lagen die Einfuhrpreise um 5,5 Prozent höher, Vorleistungsgüter um 11,1 Prozent.
Importpreise gelten als Frühindikator für die künftige Verbraucherinflation, weil Unternehmen höhere Kosten häufig zeitverzögert an Kunden weitergeben. Im Oktober hatte sich die Inflationsrate in Deutschland auf 2,8 Prozent abgeschwächt, vor allem wegen der seit 1. Oktober geltenden Steuersenkung auf Kraftstoffe.
