DWD: Oktober in Deutschland 1,6 Grad zu warm und mit 36 Prozent mehr Regen
Laut vorläufiger Bilanz des Deutschen Wetterdienstes lag die Mitteltemperatur bei 10,6 Grad. Es war der erste Monat seit Februar mit mehr Niederschlag als üblich – aber sehr ungleich verteilt.

Symbolbild · Foto: diba / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de (zugeschnitten und skaliert)
Der Oktober 2026 war in Deutschland deutlich wärmer und nasser als im langjährigen Mittel. Das zeigt die am 30. Oktober veröffentlichte vorläufige Auswertung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach auf Basis von rund 2.000 Messstationen. Die Mitteltemperatur lag bei 10,6 Grad – 1,6 Grad über dem Mittel der internationalen Referenzperiode 1961 bis 1990.
Mit rund 76 Litern pro Quadratmeter fielen 36 Prozent mehr Niederschlag als im Mittel. Damit war der Oktober der erste Monat seit Februar mit mehr Regen als üblich. Verteilt war er allerdings sehr ungleich: „Im Norden und Westen fiel teilweise dreimal so viel Regen wie im Osten“, teilte der DWD mit. Der höchste Wert wurde mit 27,5 Grad am 1. Oktober in Mehringen (Sachsen-Anhalt) gemessen, der tiefste mit minus 3,1 Grad am 20. Oktober in Dippoldiswalde-Reinberg (Sachsen). Mit rund 122 Sonnenstunden war der Oktober der achte Monat in Folge, der sonniger ausfiel als im Mittel.
Es handelt sich um gemessene, noch vorläufige Daten. Ein einzelner Monat beschreibt das Wetter, nicht den Klimatrend; der DWD ordnet ihn im Vergleich zur langjährigen Referenzperiode ein. Deutlich wird aber, dass die trockenen Vormonate nicht überall ausgeglichen wurden – vor allem im Osten fiel erheblich weniger Regen als im Norden und Westen.
