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Video: Prostatakrebs früh erkennen – was der PSA-Test kann und wo seine Grenzen liegen

Ein Strahlenmediziner der Mayo Clinic erklärt in einer Minute Früherkennung und Therapie. In Deutschland zahlen die Kassen den PSA-Test zur Früherkennung bisher nicht – ein neues Screening wird geprüft.

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Foto: Tony Webster from Minneapolis, Minnesota / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Video: YouTube · Mayo Clinic · youtube.com

Prostatakrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Männern. In einem kurzen Erklärvideo der US-Klinik Mayo Clinic vom 7. Oktober beschreibt der Strahlenmediziner Dr. Albert Attia, wie die Früherkennung abläuft: Am Anfang kann ein Bluttest auf das prostataspezifische Antigen (PSA) stehen, ein Eiweiß, das die Prostata bildet. Ein erhöhter Wert kann bedeuten, dass weitere Untersuchungen nötig sind. „Screening is important because the earlier you catch prostate cancer, the higher the likelihood of cure“, sagt Attia („Früherkennung ist wichtig, denn je früher man Prostatakrebs entdeckt, desto höher ist die Chance auf Heilung“). Als Behandlung kommen je nach Befund Operation, Hormontherapie, Bestrahlung oder eine Kombination infrage.

Attia nennt für die USA eine Empfehlung zur Früherkennung ab 50 Jahren; manche Daten sprächen für einen Beginn mit 45, vor allem bei familiärer Vorbelastung. In Deutschland bezahlen die gesetzlichen Kassen Männern ab 45 einmal im Jahr eine Tastuntersuchung. Der PSA-Test zur Früherkennung ist dagegen eine Selbstzahlerleistung (IGeL); bezahlt wird er nur bei Krebsverdacht, familiärer Vorbelastung oder in der Krebsbehandlung. Die überarbeitete ärztliche S3-Leitlinie (Vorversion vom März 2025) hält laut Verbraucherzentrale die Tastuntersuchung nicht mehr für eine geeignete Früherkennungsmethode und sieht stattdessen für Männer ab 45 mit einer Lebenserwartung von mindestens zehn Jahren einen PSA-Test nach ausführlicher Beratung vor, bei auffälligem Wert zunächst eine MRT vor einer Gewebeprobe. Hausärzte (DEGAM) sehen den Test kritischer.

Nutzen und Risiken liegen nah beieinander: Laut Verbraucherzentrale bewahrt der PSA-Test nach Studien 1 bis 2 von 1.000 getesteten Männern vor dem Tod durch Prostatakrebs, etwa 30 erhalten dagegen eine Überdiagnose und womöglich eine unnötige Behandlung. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) prüft seit Oktober 2025 ein gestuftes, risikoangepasstes Screening mit PSA-Test und MRT; ein Ergebnis wird spätestens im Oktober 2027 erwartet. In Deutschland erkranken laut Verbraucherzentrale jährlich rund 60.000 Männer neu. Ob und wann ein Test sinnvoll ist, sollte man mit der Hausarzt- oder Urologiepraxis besprechen.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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