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Rolling Stones: „Sympathy For The Devil“ zum ersten Mal live – im Rock and Roll Circus

Dezember 1968, ein Fernsehstudio bei London, 5:30 Uhr morgens: Die Stones spielen „Sympathy For The Devil“ erstmals live – mit Brian Jones, kurz vor seinem Tod.

Beim Abspielen wird das Video von YouTube (Google) geladen.

Foto: Raph_PH / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Video zur Single: YouTube · ABKCOVEVO · youtube.com

Im Dezember 1968 wollten die Rolling Stones ihr neues Album „Beggars Banquet“ mit einer ungewöhnlichen Fernsehshow bewerben: „The Rolling Stones Rock and Roll Circus“, eine Mischung aus Rockkonzert und Zirkusmanege mit Akrobaten und Feuerschluckern. Gedreht wurde unter der Regie von Michael Lindsay-Hogg in den Intertel Studios in Wembley bei London – die Aufnahmen begannen am 11. Dezember und zogen sich bis in den nächsten Morgen. Das offizielle Video von ABKCO zeigt die allererste Live-Darbietung von „Sympathy For The Devil“, nur sechs Tage nach Erscheinen des Albums. Mick Jagger tanzt, windet sich und reißt sich das Hemd vom Leib – darunter kommen aufgemalte Teufelstattoos zum Vorschein.

Auf der Bühne standen Mick Jagger, Keith Richards, Brian Jones, Bill Wyman und Charlie Watts – es war der letzte Auftritt dieser Originalbesetzung. Jones spielte in diesem Song keine Gitarre, sondern Maracas in einer dreiköpfigen Percussion-Gruppe. Weil sich der Drehplan immer weiter verzögerte, kamen die Stones erst als letzte Band an die Reihe; Lindsay-Hogg erinnert sich an „halb sechs Uhr morgens“. Keith Richards sprach später von einem „unglaublichen Dreh“ von „36 Stunden oder so“. Ein Detail für genaue Beobachter: Bei etwa 4:50 Minuten taucht kurz John Lennon im Bild auf.

Neben den Stones traten im Circus The Who, Jethro Tull, Taj Mahal und Marianne Faithfull auf, dazu die einmalige Supergroup The Dirty Mac mit John Lennon, Eric Clapton, Keith Richards und Mitch Mitchell. Trotzdem verschwand der Film im Archiv – unter anderem, weil die Stones mit ihrer eigenen Leistung unzufrieden waren. Brian Jones wurde im Juni 1969 aus der Band entlassen und starb am 3. Juli 1969. Erst 1996 feierte der Film beim New York Film Festival Premiere; 2018 folgte eine 4K-Restaurierung, aus der ABKCO diesen Clip Ende Oktober 2020 erstmals online stellte.

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