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5,2 Millionen Atemwegsinfekte in einer Woche – Grippewelle hat noch nicht begonnen

Laut Robert Koch-Institut liegt die Zahl akuter Atemwegsinfekte auf einem für die Jahreszeit üblichen Niveau. Grippe- und Corona-Werte sind niedrig. Für Risikogruppen läuft die empfohlene Impfzeit.

Gebäude des Robert Koch-Instituts am Nordufer in Berlin-Wedding (Archivbild)

Archivbild · Foto: Fridolin freudenfett (Peter Kuley) / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

In Deutschland haben sich in der Woche vom 19. bis 25. Oktober geschätzt rund 5,2 Millionen Menschen neu an einer akuten Atemwegserkrankung erkrankt. Das geht aus dem GrippeWeb-Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor, für den 9.172 Freiwillige ihre Beschwerden meldeten. Die Rate lag bei 6.200 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner, nach 6.600 in der Vorwoche. Kinder waren mit 8.700 pro 100.000 stärker betroffen als Erwachsene mit 5.800. Das RKI beschreibt die Werte seit Anfang Oktober als relativ stabil auf moderatem Niveau und im für die Jahreszeit üblichen Bereich; grippeähnliche Erkrankungen gingen leicht zurück.

Hauptursache sind derzeit Erkältungsviren: In 76 Proben aus Arztpraxen fanden sich laut t-online zu 43 Prozent Rhino- oder Enteroviren und zu 14 Prozent Parainfluenzaviren, Influenza- und Coronaviren (SARS-CoV-2) jeweils nur in 3 Prozent – die Stichprobe ist allerdings klein. Eine Grippewelle hat noch nicht begonnen; die Influenza-Werte im Abwasser sind sehr niedrig, zuletzt aber leicht steigend. Auch die Corona-Werte steigen leicht, liegen laut RKI aber niedrig und deutlich unter dem Vorjahresniveau. In den vergangenen Jahren begann die Grippewelle laut t-online meist Ende November oder im Dezember, 2022 bereits Ende Oktober.

Für die Grippeimpfung gilt laut RKI, wie Stiftung Warentest berichtet, der Zeitraum von Oktober bis Mitte Dezember als beste Zeit; bis der Schutz vollständig aufgebaut ist, dauert es etwa 10 bis 14 Tage. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt sie unter anderem Menschen ab 60 Jahren, Schwangeren (in der Regel ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel), Kindern und Erwachsenen mit bestimmten chronischen Erkrankungen, Bewohnern und Beschäftigten von Pflegeheimen sowie medizinischem Personal, wie Stiftung Warentest zusammenfasst. Ob eine Impfung im Einzelfall sinnvoll ist, klärt man am besten in der Hausarztpraxis.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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