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US-Studie: Jeder sechste Jugendliche hat mittlere bis starke Angstsymptome

Eine Auswertung von über 15.000 Befragten zwischen 12 und 20 Jahren in „JAMA Pediatrics“ zeigt: Mädchen sind deutlich häufiger betroffen, und viele mit starken Symptomen bekamen im Vorjahr keine Behandlung.

Campus der University of Connecticut in Storrs (Archivbild)

Archivbild · Foto: Daderot / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)

Rund jeder sechste Jugendliche in den USA berichtet über mittlere bis starke Angstsymptome. Das ergibt eine Studie unter Beteiligung der University of Connecticut, die am 12. Oktober in der Fachzeitschrift „JAMA Pediatrics“ erschienen ist. Ausgewertet wurden die Angaben von 15.730 Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 12 und 20 Jahren aus der landesweit repräsentativen Befragung National Survey on Drug Use and Health 2024 – dem ersten Jahrgang, in dem diese Umfrage Angstsymptome erfasst hat. Gemessen wurde mit dem Fragebogen GAD-7: 9,6 Prozent hatten mittlere, 7,2 Prozent starke Symptome, weitere 23,7 Prozent leichte.

Mädchen waren deutlich häufiger betroffen als Jungen – mit mittleren Symptomen 13,4 gegenüber 6,0 Prozent, mit starken 10,8 gegenüber 3,7 Prozent. Bei starker Angst traten oft weitere Belastungen hinzu: Rund zwei Drittel hatten im Vorjahr eine depressive Episode, knapp die Hälfte berichtete von Suizidgedanken, fast ein Drittel hatte im Vormonat Suchtmittel konsumiert. Etwa 41 Prozent der Jugendlichen mit starken und rund 48 Prozent mit mittleren Symptomen erhielten im Jahr zuvor keinerlei psychische Behandlung. Studienautor Greg Rhee nannte laut ABC News als mögliche Hürden Stigma, fehlende Fachkräfte für Kinder und Jugendliche sowie finanzielle und versicherungsbedingte Barrieren.

Die Grenzen der Studie: Es handelt sich um eine Querschnittsbefragung mit Selbstauskünften – sie zeigt Häufigkeiten und Zusammenhänge, aber keine Ursachen, und ersetzt keine ärztliche Diagnose. Warum Betroffene keine Hilfe suchten, wurde nicht untersucht; Angaben zur Finanzierung nennen die Berichte nicht. Die Zahlen gelten für die USA und lassen sich nicht direkt auf Europa übertragen. Wenn Sie oder Ihr Kind sich in einer Krise befinden: In Deutschland ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222 erreichbar. Kinder und Jugendliche erreichen die Nummer gegen Kummer anonym und kostenlos unter 116 111. In Bulgarien beantworten Psychologen der Nationalen Kinder-Hotline 116 111 Anrufe kostenlos und rund um die Uhr.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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