30 Tage lang 50 Kniebeugen: Was die Challenge bringt – und worauf man achten sollte
Vio Coach testet die Squat-Challenge. Kniebeugen trainieren Po, Oberschenkel und Rumpf – und sind bei sauberer Technik auch für die Knie unbedenklich, zeigt eine Übersichtsarbeit.
Foto: U.S. Marine Corps photo by Lance Cpl. Phuchung Nguyen / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Video: YouTube · Vio Coach · youtube.com
Jeden Tag 50 Kniebeugen, einen Monat lang: Der Calisthenics-Kanal Vio Coach geht in seinem Video der Frage nach, was diese beliebte Challenge mit dem Körper macht. Kniebeugen beanspruchen Gesäß, vordere und hintere Oberschenkel, Waden und die Rumpfmuskulatur – ganz ohne Geräte.
Technik und Knie
Die britische Physiotherapeuten-Vereinigung CSP empfiehlt, die Hüfte nach hinten zu schieben, „als wolle man sich hinsetzen“; Knie und Oberkörper beugen sich gemeinsam. Die Füße stehen etwa hüft- bis schulterbreit, die Brust bleibt aufrecht, Anfänger können sich an einer Wand festhalten. Die verbreitete Sorge um die Knie relativiert eine Übersichtsarbeit aus „Frontiers in Sports and Active Living“ (2024): 14 von 15 Studien fanden keinen Schaden, die tiefe Kniebeuge scheine bei richtiger Technik sicher zu sein. Allerdings messen die Studien vor allem Gelenkkräfte, nicht tatsächliche Verletzungen.
Einordnung
Die WHO empfiehlt Erwachsenen an mindestens zwei Tagen pro Woche Kräftigungsübungen plus mindestens 150 Minuten moderate Ausdauerbewegung. Eine tägliche Squat-Challenge kann ein guter Einstieg sein – wer Schmerzen hat, sollte Pausen einlegen und bei anhaltenden Beschwerden ärztlich abklären lassen.
Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.
