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Vor der Stichwahl: 393 Hinweise auf Wahlverstöße – drei Viertel betreffen Stimmenkauf

Am Tag der Besinnung zieht das Innenministerium Bilanz: 292 Meldungen zu Stimmenkauf, acht Strafverfahren, 340 Polizeieinsätze. Bei einer Razzia in Stara Sagora wurden 13 Menschen festgenommen.

Gebäude einer Regionaldirektion des bulgarischen Innenministeriums (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: Powerfox / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Seit Beginn des Wahlkampfs für die Präsidentenwahl sind beim bulgarischen Innenministerium 393 Hinweise auf Verstöße gegen das Wahlrecht eingegangen. Das teilte das Ministerium am Samstag mit, einen Tag vor der Stichwahl. 292 Meldungen betreffen mutmaßlichen Stimmenkauf, 27 unerlaubte Wahlwerbung, zwei das sogenannte Firmenwählen, bei dem Arbeitgeber Druck auf Beschäftigte ausüben, 72 sonstige Verstöße.

Die Behörden leiteten acht Strafverfahren ein, sechs davon wegen Delikten gegen die politischen Rechte der Bürger. Zudem händigte die Polizei 1691 schriftliche Verwarnungen aus und führte landesweit 340 Sondereinsätze durch. Parallel bereitet sie den Schutz der Wahllokale für Sonntag vor; Zahlen dazu nannte das Ministerium nicht.

Bei einer Großaktion in der Region Stara Sagora überprüften Beamte seit Freitag 876 Menschen und 375 Fahrzeuge sowie 16 Pfandleihen und Schnellkreditfirmen. 13 Menschen wurden festgenommen. Wie viele Festnahmen direkt mit der Wahl zusammenhängen, teilte die Polizei nicht mit – gefunden wurden unter anderem Drogen, Munition und rund 100 Münzen von möglichem historischem Wert.

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