Great Barrier Reef: Am größten Riff der Erde beginnt die Zeit der Korallen-Laichnächte
Nach den Vollmonden im Oktober, November und Dezember geben Korallen am Great Barrier Reef ihre Ei- und Samenpakete ab. Das Welterbe vor Australiens Küste ist etwa 348.000 Quadratkilometer groß.
Foto: Ank gsx / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
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Vor der Nordostküste Australiens beginnt die Jahreszeit, in der das größte Korallenriff der Erde seine spektakulärste Seite zeigt. Laut der Meeresparkbehörde Great Barrier Reef Marine Park Authority (GBRMPA) laichen die Korallen in der Regel in den Nächten nach den Vollmonden im Oktober, November und Dezember – meist ein bis sechs Nächte danach, je nach Lage des Riffs. Viele Korallen richten sich dabei nach dem Licht und der Anziehungskraft des Mondes; steigende Wassertemperaturen zum Sommer hin lassen Eier und Samen reifen. Die Ei-Samen-Pakete bilden sich bereits etwa sechs Monate vorher.
Das Laichen findet fast immer nachts statt, was Eier und Samen vor Fressfeinden schützt. Das genaue Datum und die Uhrzeit lassen sich laut GBRMPA nicht vorhersagen, manche Veranstalter bieten aber Ausfahrten zu den erwarteten Terminen an. Wer das Laichen beobachtet, kann Sichtungen und Bilder über die Behörden-App „Eye on the Reef“ melden.
Die UNESCO hat das Great Barrier Reef 1981 in die Welterbeliste aufgenommen. Das Gebiet ist rund 348.000 Quadratkilometer groß, erstreckt sich über etwa 2000 Kilometer entlang der Küste von Queensland und umfasst etwa 2500 einzelne Riffe und mehr als 900 Inseln. Dort leben laut UNESCO rund 400 Korallenarten, über 1500 Fischarten und über 4000 Arten von Weichtieren. Als größte langfristige Bedrohung nennt die UNESCO den Klimawandel, daneben schlechtere Wasserqualität, den Verlust von Küstenlebensräumen und den Fischereidruck.
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