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Nach 14 Monaten U-Haft: Angeklagter im Quad-Unfall von Sonnenstrand kommt in Hausarrest

Das Bezirksgericht Burgas ersetzte die Haft durch Hausarrest mit elektronischer Fußfessel. Die Mutter der getöteten 35-Jährigen: „Dieser Junge hat mein Kind umgebracht.“

Symbolbild: ein Polizeiauto in Sonnenstrand

Symbolbild · Foto: DemieK07 / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Das Bezirksgericht Burgas hat den jungen Mann, der wegen des schweren Quad-Unfalls im Badeort Sonnenstrand im Sommer 2025 angeklagt ist, in Hausarrest mit elektronischer Fußfessel entlassen. Bei dem Unfall kam eine 35-jährige Frau ums Leben, fünf Menschen wurden verletzt. Der Angeklagte saß mehr als 14 Monate in Untersuchungshaft, die Maßnahme wurde nun zum elften Mal überprüft. Ohne Erlaubnis des Gerichts darf er Bulgarien nicht verlassen.

Die Kammer aus zwei Berufsrichtern und drei Schöffen sah derzeit keine ausreichenden konkreten Hinweise, dass der Angeklagte fliehen wolle oder dies vorbereite. Das Gericht verwies auf sein fehlendes Vorstrafenregister, feste familiäre Bindungen in Bulgarien und darauf, dass er gegen einen früheren Hausarrest nicht verstoßen habe. Einer der beiden Berufsrichter gab ein Sondervotum ab, wonach nur die Haft angemessen sei. Das Gericht betonte, die Entscheidung schmälere nicht die schweren Folgen, U-Haft dürfe aber keine vorweggenommene Strafe sein.

Die Mutter der getöteten Frau sagte, sie könne die Entscheidung nicht akzeptieren: „Dieser Junge hat mein Kind umgebracht.“ Die Anwältin des Angeklagten lehnte einen Kommentar ab. Gegen den Beschluss kann binnen sieben Tagen Beschwerde beim Berufungsgericht Burgas eingelegt werden. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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