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Niederlande streichen 25.000 Stellen im Staatsdienst – KI soll die Lücke füllen

Bis 2035 soll die zentrale Verwaltung rund jede sechste Stelle verlieren und dann jährlich 3,5 Milliarden Euro sparen. Die Regierung setzt dabei auch auf breiteren KI-Einsatz.

Archivbild: der niederländische Politiker Eric van der Burg (VVD) im Jahr 2016

Archivbild · Foto: OMOOC / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die niederländische Regierung will bis 2035 rund 25.000 Vollzeitstellen in der zentralen Staatsverwaltung abbauen. Das kündigte Eric van der Burg (VVD), Staatssekretär für Königreichsbeziehungen und handlungsfähige Verwaltung, am Montag an. Bei derzeit etwa 160.000 Beschäftigten entspricht das ungefähr jeder sechsten Stelle. Die Einsparungen sollen bis 2027 auf 900 Millionen Euro pro Jahr steigen und ab 2035 auf 3,5 Milliarden Euro jährlich.

Polizei und Verteidigung sind laut Bloomberg ausgenommen. Am stärksten trifft es Ministerien, Aufsichtsbehörden und ausführende Ämter; einzelne Bereiche könnten bis zu 60 Prozent ihrer Stellen verlieren. Einen Einstellungsstopp gibt es nicht – frei werdende Stellen sollen einzeln geprüft werden. Zudem will das Kabinett weniger externe Kräfte einsetzen, Beratungsgremien streichen und jedes Jahr 500 überflüssige Vorschriften abschaffen. Man könne nicht so weitermachen wie bisher, sagte Van der Burg laut Bloomberg.

Künstliche Intelligenz soll helfen, mit weniger Personal auszukommen. Erste KI-Projekte laufen bereits in der Verwaltung; einen Plan für den breiteren Einsatz will die Regierung Anfang kommenden Jahres vorlegen. Dabei sollen möglichst niederländische und europäische Anbieter zum Zug kommen, um Abhängigkeiten von außereuropäischer Technik zu vermeiden. Die Zahl der Staatsbediensteten war seit 2018 um 41 Prozent auf einen Rekordwert gestiegen.

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