PHP-Sicherheitslücke: Internetwache der Berliner Polizei vorsorglich offline
Wegen einer kritischen Lücke in PHP haben Polizei, Feuerwehr, Charité und Hochschulen in Berlin ihre Webseiten am Mittwoch ganz oder teilweise vom Netz genommen. Notrufe laufen weiter über 110.

Archivbild · Foto: Auge24.eu / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Eine weltweit entdeckte Sicherheitslücke in der Programmiersprache PHP hat am Mittwoch zahlreiche Berliner Internetangebote lahmgelegt. Die Internetwache der Berliner Polizei war nicht erreichbar, ebenso die Webseite der Bundespolizei. Auch die Berliner Feuerwehr nahm ihre Seite ab dem späten Nachmittag vom Netz. Die Polizei rief dazu auf, in Notfällen die 110 zu wählen; Anzeigen können vorerst nur auf den Abschnitten erstattet werden.
Im Lagezentrum der Polizei war zunächst unklar, wann die Internetwache wieder online geht. Die Charité war zeitweise ebenfalls nicht erreichbar, laut einem Sprecher war aber nur die Sichtbarkeit der Seite eingeschränkt, etwa die Online-Terminbuchung. Die Klinik betonte, es handle sich nicht um einen Cyberangriff, sondern um eine Vorsichtsmaßnahme. Auch Freie Universität, Humboldt-Universität, die Berliner Hochschule für Technik und das Wissenschaftszentrum WZB schränkten ihre Angebote ein.
Die Seiten des Landes Berlin waren nach Angaben von Senatssprecherin Christine Richter am frühen Abend weitgehend wieder erreichbar, einzelne Unterseiten blieben offline. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gab am Mittwoch eine Warnung heraus und forderte Betreiber auf, die Sicherheitsupdates schnell einzuspielen. Die PHP-Entwickler veröffentlichten am Mittwoch die abgesicherte Version 8.5.12.
