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Vernetzte Autos: Sicherheitslücken stecken immer öfter in Apps und Cloud-Diensten

Eine Analyse von 413 gemeldeten Schwachstellen zeigt: Das Risiko hat sich vom Fahrzeug selbst zu Apps, Webseiten und Cloud-Diensten verlagert – oft mit erstaunlich einfachen Fehlern wie Werkspasswörtern.

Symbolbild: Kartenanzeige auf dem Infotainment-Bildschirm eines Autos

Symbolbild · Foto: Raimond Spekking / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Forschende der Universität Göteborg und der Chalmers University of Technology haben 413 gemeldete Sicherheitslücken in Fahrzeugsoftware aus den Jahren 2022 bis 2024 ausgewertet und mit dem Jahrzehnt davor verglichen. Die Studie ist im Software Quality Journal erschienen, die Universität stellte sie am 21. Oktober vor. Das Ergebnis: Der Anteil der Schwachstellen in Apps, Webseiten und Cloud-Diensten rund ums Auto hat sich fast verdreifacht, und diese werden häufiger als schwerwiegend oder kritisch eingestuft.

„We are surprised by how basic some of the weaknesses in these systems are“, sagt die Software-Forscherin Srijita Basu – etwa nicht geänderte Werkspasswörter. Als Schwachpunkt nennt das Team Infotainmentsysteme: Sind sie nicht von der Fahrzeugsteuerung getrennt, könnte ein Angreifer im Auto-WLAN womöglich weitere Systeme erreichen. Weil ein Chip oft in Modellen mehrerer Hersteller steckt, kann eine Lücke zudem mehrere Marken betreffen.

Als Beispiel verweist die Universität auf einen Fall von Dezember 2024, bei dem Daten von rund 800.000 Elektroautos des VW-Konzerns monatelang offen im Netz lagen – wegen einer Lücke in einem Cloud-Dienst; die Lücke wurde geschlossen, bevor ein Missbrauch bekannt wurde. Eine gemeldete Schwachstelle bedeutet laut den Forschenden nicht, dass ein Angriff stattgefunden hat, sondern nur, dass ein Risiko besteht.

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