Plündergut im Netz: Vinted, eBay und Leboncoin sagen Frankreichs Behörden Hilfe zu
Nach den Plünderungen vom 17. Oktober tauchten verdächtige Angebote auf Wiederverkaufsplattformen auf. Die Regierung bestellte die Anbieter ein – nun gelten vier Zusagen.
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Nach den Plünderungen bei den Protesten vom 17. Oktober tauchten auf Wiederverkaufsplattformen in Frankreich verdächtige Angebote auf. Handelsminister Serge Papin und Digitalministerin Anne Le Hénanff bestellten deshalb am Montagabend Vertreter von Vinted, Amazon, eBay, Leboncoin, Meta und TikTok ein, dazu die Verbände French Marketplace Alliance und Fevad. Am Dienstag teilte die Regierung mit, dass die Plattformen helfen wollen, Diebesgut aufzuspüren. Nach Regierungsangaben wurde bereits eine erhebliche Zahl gestohlener Artikel entdeckt; belastbare Zahlen zu verdächtigen Inseraten gibt es laut dem Portal Presse-citron aber noch nicht.
Vereinbart wurden vier Punkte: engere Zusammenarbeit mit den Ermittlern einschließlich der Weitergabe von Daten, die bei der Identifizierung von Hehlern helfen; eine verstärkte Moderation; dieselbe Wachsamkeit bei Kaufgesuchen samt Hinweisen an Kunden auf Risiken und Strafen; sowie regelmäßige Berichte über gelöschte Anzeigen, erste Rückmeldungen binnen 48 Stunden. Als Warnsignale gelten auffällig niedrige Preise, ganze Posten neuer Ware, Sicherungsetiketten oder offene Hinweise auf Diebstahl.
Vinted spricht von „null Toleranz“ und entfernt nach eigenen Angaben seit dem Wochenende Inserate, die Diebesgut betreffen könnten, und arbeitet mit den Ermittlern zusammen. eBay verweist auf ein automatisches System, das auffälliges Verhalten erkennt, Leboncoin prüft nach eigener Aussage alle Anzeigen und will voll mit den zuständigen Behörden kooperieren. France 24 berichtet in einem Video über die Aufforderung der Regierung an die Online-Marktplätze.
