Ferragamo: Umsatz sinkt im dritten Quartal – Großhandel bricht ein
Das Florentiner Modehaus setzte von Juli bis September 207 Millionen Euro um, 6,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Schwach liefen vor allem Asien und der Großhandel.

Archivbild · Foto: Yair Haklai / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Salvatore Ferragamo hat im dritten Quartal weniger umgesetzt. Von Juli bis September kam das Florentiner Modehaus auf 207 Millionen Euro, 6,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor; zu konstanten Wechselkursen betrug das Minus 3,5 Prozent. Analysten hatten laut einer von Equita zitierten Konsensschätzung mit 209,6 Millionen Euro gerechnet. Im zweiten Quartal war Ferragamo noch gewachsen. Das Unternehmen sprach von einem „besonders schwierigen“ Marktumfeld mit geopolitischen Spannungen und verhaltener Konsumlaune im Sommer; die Entwicklung in Asien, vor allem in China, habe sich weiter verschlechtert.
Am stärksten schrumpfte der Großhandel: minus 24,2 Prozent, währungsbereinigt minus 19,1 Prozent. Ferragamo begründet dies auch mit einer strategischen Optimierung der Vertriebsqualität und der stärkeren Konzentration auf den Direktvertrieb. Der Direktvertrieb machte Ende September 79,5 Prozent des Umsatzes aus. Regional sanken die Erlöse im Quartal währungsbereinigt in Europa, Nahost und Afrika um 5,2 Prozent und im Raum Asien-Pazifik um 11,1 Prozent, während Nordamerika um 2,4 Prozent zulegte.
In den ersten neun Monaten setzte Ferragamo 674,8 Millionen Euro um, 2,8 Prozent weniger als im Vorjahr; zu konstanten Wechselkursen entspricht das einem leichten Plus von 0,2 Prozent. Der eigene Einzelhandel wuchs in diesem Zeitraum um 1,9 Prozent auf 536,5 Millionen Euro, der Großhandel fiel um 15 Prozent auf 123,4 Millionen Euro. Stärkste Region war Nordamerika mit einem Plus von 7,3 Prozent auf 222 Millionen Euro, Europa verlor 8,6 Prozent, Japan 12 Prozent.
