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Italiens erster Quanten-Annealer: D-Wave-Rechner mit 4.400 Qubits steht in Como

Der Quantencomputer-Hersteller D-Wave hat ein System vom Typ Advantage2 an den Comer See geliefert. Am Freitag soll es offiziell eingeweiht werden – finanziert mit 10 Millionen Euro.

Symbolbild: Quantencomputer D-Wave Two im Supercomputing-Zentrum der NASA

Symbolbild · Foto: Oleg Alexandrov / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Der kanadisch-amerikanische Hersteller D-Wave hat Italiens ersten Quantencomputer nach dem Annealing-Prinzip ausgeliefert. Das System vom Typ Advantage2 mit mehr als 4.400 Qubits ist in der Villa Saporiti in Como in der Lombardei eingetroffen und wartet dort auf seine Installation. Finanziert wird es von der Schweizer Firma Swiss Quantum Technology (SQT) über eine Vereinbarung im Wert von 10 Millionen Euro. SQT sichert sich damit für fünf Jahre die Hälfte der Rechenkapazität und hat eine Option, das ganze System zu kaufen.

Annealing-Quantencomputer sind auf Optimierungsaufgaben spezialisiert, etwa die Planung von Abläufen in Industrie und Logistik, sowie auf die Simulation von Materialien. Nach dem Aufbau sollen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen den Rechner vor Ort oder über D-Waves Cloud-Dienst Leap nutzen können. D-Wave-Chef Alan Baratz sprach von einem „historischen Meilenstein“ für Italien.

Die offizielle Einweihung ist für Freitag, den 16. Oktober, bei einer Veranstaltung der Initiative Q-Alliance in der Villa Saporiti geplant. Innerhalb dieses Netzwerks trägt der Rechner den Namen VoltaB1 – eine Anspielung auf den Physiker Alessandro Volta aus Como, dessen Todestag sich 2027 zum 200. Mal jährt. Vorausgegangen war im Juni die Unterzeichnung einer „Volta-Erklärung“ in Mailand, die eine Zusammenarbeit bei Quantencomputing, KI und eigener europäischer Recheninfrastruktur vorsieht.

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