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Bundestag beschließt Frühstartrente: 10 Euro im Monat für Kinder ab sechs

Der Staat zahlt Kindern von 6 bis 18 Jahren künftig monatlich 10 Euro in ein Vorsorgedepot. Die Koalition spricht von einer historischen Entscheidung, Grüne und Linke kritisieren eine „Elternlotterie“.

Plenarsaal des Bundestags (Archivbild)

Archivbild · Foto: Times / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Der Bundestag hat am Freitag die Frühstartrente beschlossen. Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahren erhalten vom Staat 10 Euro im Monat als Startkapital für die private Altersvorsorge. Den Anfang macht der Jahrgang 2020, danach kommt jedes Jahr ein neuer Jahrgang hinzu. Eltern oder Großeltern können bis zu 6.840 Euro im Jahr zusätzlich einzahlen. Ausgezahlt wird in der Regel erst ab 65. Der Bundesrat muss noch zustimmen.

Nach Angaben des Bundestages kostet das Vorhaben 2027 rund 198 Millionen Euro, bis 2030 steigen die Kosten auf 411 Millionen. Eröffnen Eltern kein Depot, fließt das Geld ab 2028 in einen Sonderfonds des Bundes. „Wir unterstützen Eltern dabei, schon früh für ihre Kinder vorzusorgen“, sagte Finanzminister Lars Klingbeil (SPD). Der CDU-Abgeordnete Fritz Güntzler sagte: „Diese Koalition funktioniert.“

Die Grünen kritisieren ein Zwei-Klassen-System: Kinder, deren Familien viel Geld dazulegen können, profitierten deutlich stärker – der Grünen-Abgeordnete Stefan Schmidt spricht von einer „Elternlotterie“. Die Linke bemängelt, das Gesetz schaffe keine Chancengleichheit. Der AfD reicht der Betrag von 10 Euro nicht aus.

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