Jedes Teilchen einzeln gewogen: ETH-Spin-off femtoG stellt sein Pulver-Messgerät vor
Das Zürcher Start-up femtoG misst Masse und Größe einzelner Nanopartikel. Ein neues ETH-Video zeigt die Technik, die etwa bei Batterien und Beschichtungen helfen soll.
Foto: Balise42 / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Video: YouTube · ETH Zürich · youtube.com
Die ETH Zürich hat am 14. Oktober ein Video über ihr Spin-off femtoG veröffentlicht. Das Zürcher Unternehmen entwickelt Analysegeräte für Partikel und Pulver. Laut ETH helfen sie der Industrie, Größe, Masse und Struktur von Teilchen besser zu verstehen und so Qualitätskontrolle und Produktionsprozesse zu verbessern; femtoG selbst nennt bessere Batterien, sauberere Luft und langlebigere Beschichtungen als Ziele. Die Firma wurde im Juli 2024 gegründet und vom Schweizer Förderprogramm Venture Kick unterstützt.
Das Gerät PowMaster bestimmt laut Firmenunterlagen Masse und Durchmesser jedes einzelnen Teilchens: die Masse per Zentrifugation, den Durchmesser über die elektrische Mobilität. Aus beiden Werten ergibt sich die Packungsdichte, die zeigt, ob ein Teilchen porös ist oder aus zusammengeballten Bruchstücken besteht. Der Messbereich reicht von 5 Nanometern bis 5 Mikrometern, eine Messung dauert 5 bis 15 Minuten. Anders als bei der Laserbeugung seien keine Annahmen über Eigenschaften wie den Brechungsindex nötig.
Die Wurzeln von femtoG liegen in der Aerosolforschung; zum Team gehören Jörg Wieder, Chief Business Officer, der an der ETH promoviert hat, und Mitgründer Franz Friebel. Ein zweites, patentiertes Gerät namens picoG für größere Mikroteilchen von 5 bis 100 Mikrometern ist nach Firmenangaben noch in Entwicklung.
