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Schulblockade in Friedrichshain: Rangeleien, 17-Jähriger vorläufig festgenommen

Aus Protest gegen die Wehrpflicht blockierten Schüler am Freitagmorgen Zugänge an Gymnasien. Laut Polizei wurde eine 67-jährige Anwohnerin verletzt, ein 17-Jähriger vorläufig festgenommen.

Titelgrafik TERRA WORLD NEWS: Berlin

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)

In Berlin-Friedrichshain haben Schülerinnen und Schüler am Freitagmorgen die Eingänge des Andreas-Gymnasiums blockiert; nach Tagesspiegel-Angaben war auch ein zweites Gymnasium im Ortsteil betroffen. Die Initiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ fordert mehr Geld für Bildung und lehnt die Wehrpflicht ab. Die Schule informierte Eltern, dass der Zugang versperrt sei; Lehrkräfte beaufsichtigten die Kinder, der Unterricht sollte nach Öffnung der Tore beginnen.

Nach Angaben eines Polizeisprechers waren rund 30 Beamte im Einsatz. Der Protest der Schüler sei friedlich gewesen, am Rand einer zweiten Versammlung hinter der Schule mit 20 bis 30 Teilnehmern sei es jedoch zu Rangeleien mit Einsatzkräften gekommen. Ein 17-Jähriger, der laut Polizei kein Schüler der Schule ist, wurde vorläufig festgenommen. Er soll eine 67-jährige Anwohnerin verletzt haben, die Jugendliche daran hindern wollte, Mülltonnen wegzutragen. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung, tätlichen Angriffs und Sachbeschädigung.

Die Aktionen knüpfen an Schulproteste in Frankreich an. Für Samstag ist in Schöneberg eine Solidaritätsdemonstration mit 200 angemeldeten Teilnehmern geplant. Der Berliner GdP-Landeschef Stephan Weh warnte, man müsse damit rechnen, „dass sich radikale oder gar extremistische Kräfte auf diese Proteste draufsatteln“.

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