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Gewerkschaften protestieren vor Parlament: 10 statt 5 Prozent mehr Lohn gefordert

Der Gewerkschaftsbund KNSB demonstriert in Sofia gegen den Haushaltsentwurf 2027. Das Treffen mit Finanzminister Donew brachte kein Ergebnis – der Mindestlohn von 660 Euro sei aber nicht endgültig.

Gebäude der Nationalversammlung in Sofia (Archivbild)

Archivbild · Foto: Nikolai Karaneschev / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Unter dem Motto „Für höhere Einkommen“ hat der Gewerkschaftsbund KNSB am Freitagmittag vor der Nationalversammlung in Sofia protestiert, anschließend zog ein Autokorso über zentrale Boulevards. Der Platz Knjaz Alexander I. wurde gesperrt, die Polizei war stark präsent. Die Gewerkschaften verlangen für 2027 zehn statt der geplanten fünf Prozent mehr Lohn im öffentlichen Dienst, 7,5 Prozent für Lehrer, keine pauschalen Entlassungen und einen höheren Mindestlohn als die vorgeschlagenen 660 Euro; KNSB nennt 690 Euro.

Ein Treffen mit Vizepremier und Finanzminister Galab Donew am Morgen brachte nach BNT-Angaben kein konkretes Ergebnis. Den Gewerkschaften sei aber zugesichert worden, dass die 660 Euro nicht endgültig seien und eine Anhebung von 5 auf 10 Prozent geprüft werde. KNSB-Chef Plamen Dimitrow nannte die geplante Erhöhung, die nach seinen Worten etwa 25 Euro ausmache, eine „Verhöhnung“. Die Mehrkosten beziffern die Gewerkschaften auf 380 bis 400 Millionen Euro; das Geld könne aus höheren Steuereinnahmen kommen, da das BIP unterschätzt werde.

Arbeitsministerin Natalia Efremowa verteidigte den Entwurf: Trotz des EU-Defizitverfahrens stiegen alle Sozialausgaben, die 660 Euro seien der derzeitige Ausgleich zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern. Der Haushalt sieht ein Defizit von 3,5 Prozent des BIP (Kassenbasis) vor; für den Sicherheitssektor ist keine Lohnerhöhung geplant.

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