Pharma-Aktien: Demokraten werfen Trump Interessenkonflikt vor – Weißes Haus widerspricht
Trumps Pharma-Depot wuchs laut Kongress-Demokraten auf bis zu 56,2 Mio. Dollar – vor allem bei Firmen, die von Ausnahmen bei Medicare-Preisverhandlungen profitieren.

Archivbild · Foto: Nishkid64 / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Die Demokraten im Gemeinsamen Wirtschaftsausschuss des US-Kongresses haben am Freitag einen Bericht über Trumps Aktienbesitz vorgelegt. Demnach stieg der Wert seiner Pharma-Beteiligungen von höchstens 1,7 Millionen Dollar im Jahr 2024 auf bis zu 56,2 Millionen Dollar Ende 2025. Bis zu 39,1 Millionen Dollar entfielen auf Hersteller, die von Ausnahmen bei den Medicare-Preisverhandlungen profitieren – eingeführt durch das Steuer- und Ausgabengesetz der Republikaner von 2025.
Laut dem Bericht, der sich auf Trumps Vermögenserklärungen stützt, wurden vor der Unterzeichnung des Gesetzes im Juli 2025 Pharma-Aktien für bis zu 2,55 Millionen Dollar gekauft, davon bis zu 950.000 Dollar am Tag des Senatsvotums. Medicare-Versicherte könnten für die Krebsmittel Keytruda und Opdivo nach Schätzung der Demokraten rund 5.000 Dollar mehr im Jahr zahlen. Ausschuss-Demokratin Maggie Hassan nannte die Ergebnisse „empörend und doch typisch für diesen Präsidenten“.
Das Weiße Haus weist einen Interessenkonflikt zurück. Sprecher Davis Ingle erklärte, das Depot werde von externen Finanzinstituten verwaltet; weder Trump noch seine Familie hätten Einfluss darauf. Befürworter der erweiterten Ausnahme für Medikamente gegen seltene Krankheiten argumentieren, sie fördere die Forschung; Kritiker sehen ein Schlupfloch für Großkonzerne.
