Barragáns „bestgehütetes Geheimnis“: Design aus Frankreich und Mexiko in der Casa Ortega
Zur Design Week Mexico öffnet das selten zugängliche Wohnhaus des Architekten Luis Barragán. Mehr als 30 Designer zeigen Möbel und Objekte auf roten Sockeln aus Recyclingmaterial.

Symbolbild · Foto: Thomas Ledl / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die Casa Ortega in Mexiko-Stadt ist normalerweise nicht zugänglich: Luis Barragán entwarf sie zwischen 1942 und 1947 als eigenes Wohnhaus, noch vor der berühmten Casa Luis Barragán nebenan. 1947 kaufte sie der Silberschmied Alfredo Ortega Rojas, dessen Nachfahren sie bis heute bewohnen. Die Verwalter nennen sie laut Dezeen „Barragáns bestgehütetes Geheimnis“. Zur Design Week Mexico 2026 sind Garten und Veranden geöffnet – für die Ausstellung „Creative Immersions France-Mexico“, die noch bis 25. Oktober läuft.
Gezeigt werden Möbel und Objekte von mehr als 30 Designern, entstanden in dreijährigen Residenzprogrammen, in denen französische Gestalter mit mexikanischen Kunsthandwerkern und Werkstätten arbeiteten. Darunter sind Gefäße von Matali Crasset mit dem Studio And Jacob und ein gelber Metallstuhl von Hall Haus und Neko Design. Kuratiert hat das Büro C Cúbica Arquitectos, dessen Mitgründerin Andrea Cesarman die Design Week Mexico organisiert.
Die Präsentation entwarf das Pariser und mexikanische Studio 2x1. Die dunkelroten Sockel bestehen aus Polyroca, einer Platte aus recycelten, laminierten Kartonabfällen der Industrie, hergestellt von der mexikanischen Firma New Fibers. Größere Einheiten kombinieren Industrie-Metallgestelle mit Stoffmarkisen. Anlass der Schau sind laut Veranstaltern 200 Jahre kultureller und wirtschaftlicher Austausch zwischen Mexiko und Frankreich.
