Frauen betäubt und vergewaltigt? Anklage fordert 13 Jahre Haft und Sicherungsverwahrung
Im Berliner Prozess gegen einen 69-Jährigen hat die Staatsanwaltschaft plädiert. Die Verteidigung bat um Aufschub, ihr Plädoyer folgt am 28. Oktober.

Symbolbild · Foto: Gerd Eichmann / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Im Prozess vor dem Landgericht Berlin gegen einen 69-jährigen Elektriker hat die Staatsanwaltschaft 13 Jahre Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung gefordert. Anwältinnen und Anwälte der Nebenklägerinnen schlossen sich dem weitgehend an. Angeklagt sind 22 Taten zwischen 2016 und 2022 an 14 Frauen. Der Mann soll sie über Dating-Portale kennengelernt, in seiner Wohnung mit Substanzen betäubt, vergewaltigt und gefilmt haben. Zu Prozessbeginn hatte er die Vergewaltigungen über seinen Anwalt eingeräumt.
Die Verteidigung sah sich noch nicht bereit für ihr Plädoyer und bat um mehr Zeit; es ist nun für den 28. Oktober angesetzt. Ob dann auch das Urteil fällt, ist offen. Die Plädoyers waren nicht öffentlich. Ermittelt wird zudem wegen weiterer mutmaßlicher Taten zum Nachteil von 44 Frauen. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung.
